Umweltschutz ist ein Gewinn - für Mensch und Natur. Deshalb setzt sich Boehringer Ingelheim für die Übernahme von mehr Umweltverantwortung und den Einsatz von sicheren und erneuerbaren alternativen Energien ein. Dafür nutzt das Unternehmen neue Technologien und engagiert sich in Kooperationsprojekten zum Umweltschutz.
Neue Kälteversorgung in Biberach
Bei der seit 35 Jahren betriebenen zentralen Kälteversorgung am Standort Biberach konnte bislang keine Kälte gespeichert werden. Sie musste direkt für den jeweiligen Bedarf erzeugt werden. Die Folge: Die Auslastung der Kältemaschinen war sehr großen Schwankungen unterworfen. Verringert wird dieses Problem nun mit Hilfe eines 27 Meter hohen Tanks, der 6,5 Millionen Liter Wasser fasst. Dieses Wasser dient als Kältespeichermedium und reicht aus, um das Werksgelände mehrere Stunden lang mit Leistungen bis zu zehn Megawatt energetisch effizient mit Kälte zu versorgen.
Der Großkältespeicher sammelt nachts beziehungsweise in Schwachlastzeiten kaltes Wasser und kann dieses bedarfsbezogen in die Kälteversorgung einspeisen. Diese erhöhte Flexibilität ist nicht nur ein ökologischer Gewinn: Auch die ökonomischen Vorteile sind überzeugend. So arbeitet das kombinierte System erheblich wirtschaftlicher als der reine Betrieb von Kältemaschinen. Ingesamt betrachtet reduziert der Kältespeicher die CO2-Emissionen um 2.110 Tonnen pro Jahr und den Wasserverbrauch um 21.500 Kubikmeter jährlich. Damit ist der Kältespeicher nicht nur die größte Anlage dieser Art in Deutschland, sondern auch ein exzellentes Beispiel für nachhaltiges Handeln.
Boehringer Ingelheim macht mit bei Ökoprofit®
Ökoprofit® heißt das in Graz entwickelte „ökologische Projekt für integrierte Umwelttechnik“, das sich mittlerweile weltweit einen Namen gemacht hat. Die Zielsetzung des Kooperationsprojektes zwischen Kommunen und Betrieben liegt darin, in Unternehmen durch konkrete Maßnahmen Einsparungen in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall zu erzielen.
Auch Boehringer Ingelheim beteiligt sich an den Standorten Ingelheim und Dortmund an diesem Programm. Ein Jahr lang wurden die Boehringer Ingelheim-Umweltteams von Beratungsgesellschaften bei der systematischen Suche nach Optimierungsmöglichkeiten unterstützt und begleitet.
Die Mühe hat sich gelohnt: Am Standort Ingelheim wurden unter anderem 280.000 Kilowattstunden Strom, 370 Tonnen Rohstoffe beziehungsweise Abfälle und 180.000 Kubikmeter Wasser/Abwasser jährlich eingespart. Dafür gab es im März 2008 die Auszeichnung „Ökoprofit®-Betrieb“. Bereits im November 2007 wurde der Standort Dortmund für sein Engagement als „Ökoprofit®-Betrieb“ ausgezeichnet. Im Rahmen von Ökoprofit® wurde auch ein Newsletter entwickelt: Das Umwelt-Blatt. Hiermit werden die Mitarbeiter über Themen aus dem Bereich Umweltschutz informiert.
Auszubildenden-Projekt „Photovoltaikanlage“
Seit Dezember 2007 ist auf dem Dach des Personalgebäudes in Ingelheim eine Photovoltaikanlage installiert. Das Projekt wurde von Auszubildenden realisiert – und zwar von A bis Z. Ziel der Aktion war es, die Auszubildenden vor eine ökolo-gische Aufgabe zu stellen, bei der sie die ökonomischen Aspekte nicht aus den Augen verlieren sollten.
Beginnend mit einer Machbarkeitsstudie, dem Investitions-antrag, den kaufmännischen und technisch erforderlichen Prozessschritten bis hin zur Inbetriebnahme lag alles in der Hand der Auszubildenden. So lernten sie an einem konkreten Beispiel die Komplexität eines realen technischen Projektes kennen. Die betreuenden Gebäudeingenieure und die beteiligten Auszubildenden haben sehr gut zusammengearbeitet und konnten dabei viel voneinander profitieren.
Auch in Zukunft wird es bei Boehringer Ingelheim neue, komplexe Aufgabenstellungen für Auszubildende geben. Solche Praxisaufgaben sind eine optimale Vorbereitung auf die beruflichen Herausforderungen, die nach Ausbildungsabschluss auf die Absolventen warten.