Als Arzneimittelhersteller trägt Boehringer Ingelheim eine große Verantwortung. Die Sicherheit der Patienten hat oberste Priorität. Deshalb legt das Unternehmen besonderen Wert auf die Qualitätssicherung. Für eine sichere und umweltschonende Herstellung übernimmt es auch jenseits der Werksgrenzen Verantwortung.
Qualitätssicherung bei Boehringer Ingelheim
Fertigarzneimittel für die internationale Vermarktung werden bei Boehringer Ingelheim nach erfolgreicher Prüfung von der Qualitätssicherung freigegeben. Die Qualitätsprüfungen gliedern sich in die Bereiche Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung auf. Die Qualitätskontrolle ist verantwortlich für die chemischen, biologischen, physikalischen und mikrobiologischen Prüfungen der Qualität im Bereich der Arzneimittelherstellung.
Die Qualitätssicherung stellt sicher, dass die Herstellung und Prüfung der Arzneimittel sowohl entsprechend den Anforderungen der „Guten Herstellpraxis für Arzneimittel“ (GMP: good manufacturing practice) als auch entsprechend den Anforderungen, die im Rahmen der Arzneimittelzulassung mit den Behörden vereinbart wurden, erfolgt. Regelmäßige interne und externe Kontrollen gewährleisten, dass dieses System jederzeit den geforderten Standards entspricht.
Hohe Ansprüche bei der Lieferantenbewertung
Um den Patienten auch in Zukunft innovative Medikamente zur Verfügung stellen zu können, engagiert sich Boehringer Ingelheim stark in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Produktion. Hierfür müssen Rohstoffe und Zwischenprodukte eingekauft werden.
Es ist keine Frage, dass dafür die Qualitätsstandards ebenso hoch sind wie bei der Herstellung eigener Produkte. Deshalb arbeitet Boehringer Ingelheim weltweit mit Partnern zusammen, welche die hohen Ansprüche zuverlässig erfüllen. Umweltschutz, Risikobewertungen und soziale Verantwortung sind wesentliche Kriterien, die Lieferanten gewährleisten müssen.
Eine Geschäftsbeziehung kommt nur dann zustande, wenn alle von Boehringer Ingelheim definierten Anforderungen erfüllt werden. Eine umfassende „Inspektion“ vor Ort ist daher immer der erste Schritt einer neuen Partnerschaft.
Marktrücknahme eines Medikamentes gegen Reizhusten mit dem Wirkstoff Clobutinol
Ein in der Apotheke frei verkäufliches Produkt hatte im deutschen Markt der Präparate gegen Reizhusten einen Anteil von mehr als 60 Prozent der Verkäufe und wurde von Apothekern und Patienten gleichermaßen geschätzt. Neue Ergebnisse einer eigenen klinischen Studie deuteten allerdings darauf hin, dass ein potenzielles Risiko für Herzrhythmusstörungen durch den in bestimmten Darreichungsformen enthaltenen Wirkstoff Clobutinol nicht ausgeschlossen werden konnte.
Im Interesse der Patientensicherheit hat Boehringer Ingelheim daher umgehend seine clobutinolhaltigen Medikamente vorsorglich und freiwillig vom Markt genommen. Durch die schnelle, offene und umfassende Kommunikation sowie eine unbürokratische Rücknahme der Ware zeigte sich Boehringer Ingelheim als verantwortlich handelndes Unternehmen.
Das dafür eingerichtete Projektteam hat bewiesen, dass Entscheidungen schnell getroffen und umgesetzt werden. Mittlerweile steht die Traditionsmarke mit einem neuen Wirkstoff den Patienten wieder zur Verfügung.