Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben bei Boehringer Ingelheim einen sehr hohen Stellenwert. Niemand soll sich während der Arbeit verletzen oder seine Gesundheit gefährden. Um Unfallzahlen weiter zu senken und den Mitarbeiterschutz zu erhöhen, stehen die Sicherheitskultur und die Prävention ständig im Blickpunkt.
Das Ziel: Null Arbeitsunfälle. Null Ausfalltage.
Die Anzahl der Arbeitsunfälle stagniert seit einigen Jahren auf niedrigem, aber weiter verbesserungsfähigem Niveau. Die Etablierung einer veränderten Sicherheitskultur soll helfen, mögliche Gefahren früh zu identifizieren und Unfälle zu vermeiden.
Damit geht Boehringer Ingelheim einen neuen Weg, der dann erfolgreich ist, wenn jeder im Unternehmen mitmacht. Hierarchieübergreifend sind alle Mitarbeiter aufgerufen, für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz Verantwortung für sich sowie für die Kolleginnen und Kollegen zu übernehmen.
Erste Impulse gehen dabei vom Management aus. Deshalb werden die Führungskräfte mit gezielten Aktionen angesprochen. Maßnahmen wie die Sensibilisierung der Führungskräfte zum Thema "Sicher führen" durch Seminare, verhaltensbezogene Rundgänge und intensivere Unfalluntersuchungen zeigen bereits erste Erfolge.
Die Haut: Ein sensibles Organ
Mit einer Fläche von rund zwei Quadratmetern ist die Haut das größte Organ des Menschen, aber auch eines der empfindlichsten. Der häufige Umgang mit Wasser, Desinfektionsmitteln und das Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe können die Haut schädigen.
Verletzungsgefahr besteht auch durch scharfkantige und spitze Gegenstände wie Messer, Scheren, Spritzen und Metallspäne. Im Durchschnitt ereignen sich bei Boehringer Ingelheim ein Viertel aller Unfälle durch Stechen, Schneiden oder Reißen. Dies ist Grund genug, die Mitarbeiter umfassend und regelmäßig über die Gefahrenquellen zu informieren. Von Mitarbeitern gestaltete Plakate zeigen die Risiken falschen Handelns und den sachgemäßen Umgang mit Hautschutzmitteln, Schutzhandschuhen und geeigneten Arbeitsmitteln. Gut besucht war der Infomarkt anlässlich der „Präventionskampagne Haut“. Workshops, Vorträge und Infostände beschäftigten sich mit dem wichtigen Thema „Hautschutz“. Entspannungsübungen bot ein Yogakurs.
Defibrillatoren und „Sicherheits-Ecken“ können Leben retten
Manchmal muss Hilfe her – und zwar schnell. Bei einem plötzlichen Herz-/Kreislauf-Stillstand sind Defibrillatoren oft die einzige Rettung. Der gezielt ausgelöste Elektroschock bringt den gestörten Herzrhythmus wieder in Takt und das Herz zum Schlagen. An den Standorten stehen an verschiedenen Stellen Defibrillatoren bereit. Schulungen, die jedes Jahr wiederholt werden, qualifizieren Mitarbeiter im Umgang mit den Geräten und weiteren lebensrettenden Sofortmaßnahmen.
Schnelle Hilfe im Notfall bieten zum Beispiel auch die in Ingelheim neu eingerichteten „Sicherheits-Ecken“ in den Funktionseinheiten der Gruppe Logistics. Sie sind farblich auffällig gekennzeichnet und halten Augenspülflasche,
Verbandskasten, Pflasterspender, Feuerlöscher und Löschdecke für den Ernstfall bereit. Auch ein Notfalltelefon ist fest installiert. Im Display des Angerufenen erscheint neben der Rufnummer auch der Standort des Anrufers. So kann die Notrufzentrale gezielt Hilfe veranlassen.