Der Umgang mit chemischen Stoffen und hochwirksamen Substanzen erfordert eine besondere Sorgfalt. Deshalb legt Boehringer Ingelheim großen Wert auf das Thema Sicherheit. Im Ernstfall sind gut geschulte Einsatzkräfte sofort zur Stelle. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Mitarbeiter, Umwelt und Nachbarn.
CO-Überwachung bei der Carbonylierung
Die Entwicklung neuer Produkte erfordert manchmal den Einsatz von Gasen unter Druck. So wird zum Beispiel bei der Carbonylierung Kohlenmonoxid verwendet.
Um die Mitarbeiter optimal zu schützen, wurde in Biberach eine mobile Sicherheitseinheit entwickelt. Diese Einheit gibt der Druckgasflasche einen festen Stand und sendet im Falle einer Leckage Warnsignale aus. Schon vor dem Betreten des Bereiches informiert die Einheit durch ein optisches und akustisches Signal über den Status der Luft im Raum. Im Alarmfall schließt sich ein Sicherheitsventil und verhindert so das weitere
Austreten von Kohlenmonoxid.
Für die Mitarbeiter heißt das: Bestens geschützt - auch beim Umgang mit gefährlichen Stoffen.
Zusammenarbeit zwischen Boehringer Ingelheim und der städtischen Feuerwehr Dortmund
Im Falle eines Brandes müssen möglichst schnell die erforderlichen Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet werden. Deshalb arbeitet Boehringer Ingelheim eng mit den lokalen Feuerwehrkräften zusammen.
Am Standort Dortmund gibt es keine Werkfeuerwehr. Jeder Feueralarm geht dort direkt an die Leitstelle der örtlichen Feuerwehr. Ein Löschzug der nur einen Kilometer entfernten Feuerwache rückt dann umgehend aus. Vor Ort informieren sich die Einsatzkräfte bei der Brandmeldezentrale, welcher Melder aktiviert wurde. Den Einsatzort finden die Feuerwehrleute anhand von ausliegenden Laufkarten oder zusammen mit einem ortskundigen Führer. Bereits im Vorfeld wurde die Feuerwehr in die einzelnen Gebäude eingewiesen. Ein starkes Augenmerk lag dabei auf Besonderheiten wie Lagerräumen mit brennbaren Lösungsmitteln und Reinräumen. Der Vorteil: Im Falle eines Brandes können sich die Einsatzkräfte sicher orientieren und sind bestens informiert. Zudem können so bei Fehlalarmen Schäden durch unsachgemäßes Verhalten in Reinräumen vermieden werden.
Neue Sicherheitszentrale am Standort Ingelheim
Mit der Errichtung einer Sicherheitszentrale, die die Einheiten Werkfeuerwehr, Werkschutz, Leitstelle und Krisenstabszent-rum in einem Gebäudekomplex vereint, wurde die technische Basis für ein zukunftsweisendes Standortkonzept geschaffen. Dieses Konzept wird den zunehmenden Anforderungen am Standort Ingelheim mit Chemie- und Pharmaproduktion, Lägern und Verwaltungsgebäuden gerecht. Durch diese Zusammenlegung wurden darüber hinaus Abläufe optimiert, Synergien genutzt und technische Einrichtungen den Erfordernissen angepasst.
Auf 5.400 Quadratmetern sind nun Büros, Technikräume, Fahrzeughallen, Werkstätten, Lager- und Sozialräume untergebracht. Das Gebäude ist mit Kommunikationseinrichtungen ausgestattet, die auf dem neuesten Stand der Technik sind. So werden etwa in der Leitstelle, in der alle sicherheitsrelevanten Informationen zusammenlaufen, unter anderem über 20.000 Brand- und Störmeldelinien überwacht. Das realisierte Konzept trägt entscheidend dazu bei, die Sicherheit am Standort Ingelheim weiter zu erhöhen.