

Am Standort Ingelheim beschäftigt Boehringer Ingelheim 6.559 aktive Mitarbeiter (inklusive 895 Mitarbeiter der weltweiten Unternehmenszentrale) plus 378 Auszubildende (Durchschnitt 2010).

In Ingelheim wurde Boehringer Ingelheim im Jahr 1885 gegründet und noch heute wird der weltweite Unternehmensverband von dort aus gesteuert. Da der größte Bereich der Administration und Produktion der operativen deutschen Einheit hier konzentriert wurde, ist der Standort heute von Produktionsbetrieben, Logistikzentrum und Verwaltungsgebäuden geprägt.
Ingelheim ist mit dem Pharma-Wirkstoffbetrieb auch der internationale Launch-Produktionsstandort für neue Präparate von Boehringer Ingelheim.

Seit Mai 2009 werden in einem hoch modernen Produktionsgebäude in drei komplexen Prozessschritten innovative Wirkstoffpellets hergestellt. So wird die weltweite Versorgung von Patienten mit einem neuen Gerinnungshemmer sichergestellt. Der Wirkstoff aus eigener Forschung ist seit März 2008 europaweit zugelassen zur Vorbeugung von Thrombosen und Lungenembolien nach Knie- und Hüftgelenkersatz-Operationen. Mit dem Bau des so genannten PUROS-Betriebes sind ein Investitionsbudget von 64 Millionen Euro und 60 neue Arbeitsplätze verbunden.

Am Standort Ingelheim enstand 2008 für rund
49 Millionen Euro mit dem „LogiPack-Center“ ein neuer Verpackungsbetrieb.
Die Logistik und Verpackung werden auf 10.000 Quadratmetern Grundfläche in ein Zentrum integriert, das nach materialfluss-technischen Gesichtspunkten gestaltet ist und auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird.

Als substanzieller Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung wird das firmeneigene Kraftwerk seit 2004 statt durch Steinkohle mit Altholz vorwiegend aus der Rhein-Main-Region betrieben. Die umgerüstete Anlage verbessert insbesondere die CO2-Bilanz nachhaltig in einer Größenordnung von 90.000 Tonnen jährlich. Auch die Freisetzung weiterer Schadstoffe - etwa Schwefeldioxid und Staub - verringert sich deutlich. Investiert wurden mehr als zehn Millionen Euro.

Eine der größten Einzelinvestitionen im gesamten Unternehmensverband ist die Anlage zur Herstellung von Pharma-Wirkstoffen für den weltweiten Unternehmensverband. Die Aufwendungen dafür beliefen sich auf rund 180 Millionen Euro.
Das 49 Meter hohe Produktionsgebäude enthält in der ersten Ausbaustufe sechs Synthese-Trakte und ist seit September 2003 betriebsbereit.

Für 82 Millionen Euro entstand in Ingelheim das "Boehringer Ingelheim Center" - ein neues Verwaltungsgebäude. Hier arbeiten seit dem Jahr 2000 die Mitarbeiter der internationalen Unternehmenszentrale.

Der Produktionsbetrieb für den RESPIMAT (Inhalationsgerät im Taschenformat zur treibgasfreien Anwendung von Atemwegspräparaten) wurde 1999 fertig gestellt und kostete mehr als 43 Millionen Euro.