Werte schaffen durch Innovation31 October 2014

High-Tech-Standort für Forschung, Entwicklung, Medizin und Biotechnologie

Derzeit sind am Standort Biberach bei der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG 
5.242 Mitarbeiter inklusive 276 Auszubildende beschäftigt (Durchschnittswert 2013).

Luftaufnahme Standort Biberach

Boehringer Ingelheim hat sich stets als forschungsorientiertes Pharmaunternehmen definiert und verfolgt das Ziel, den Gesundheitszustand möglichst vieler Menschen zu verbessern. Wir sehen es als unseren Auftrag an, der Menschheit durch die Erforschung von Krankheiten und die Entwicklung von neuen Medikamenten zu dienen.

Ein großer Teil der eigenen Forschung findet am weltweit größten Forschungs- und Entwicklungsstandort im oberschwäbischen Biberach an der Riss statt. Innovationsgeist und Weltoffenheit, aber zugleich Bodenständigkeit und Loyalität prägen die Menschen in der Region zwischen Ulm und Bodensee. Auf dem modernen Forschungscampus sind von der Idee bis zum Markt alle Forschungs- und Entwicklungsschritte vertreten.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Arzneimittelentwicklung zu optimieren und Biomarker zu identifizieren, um den therapeutischen Anwendungsbereich unserer Medikamente zu erweitern und bestehende therapeutische Lücken zu schließen. Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten beziehen sich auf neue chemische Wirkstoffe sowie auf neue Wirkstoffe, die mit biotechnischen Verfahren hergestellt werden.

Für diese Biopharmazeutika betreibt Boehringer Ingelheim in Biberach eine der größten Produktionsanlagen in Europa. Der Standort gilt als international anerkannte Top-Adresse für Biopharmazie. Hier ist das Know-how vorhanden, um aus einem weniger als 100 Milliliter umfassenden Basisansatz eine Fermenter-Produktion von bis zu 15.000 Litern zu realisieren. Diese Kapazitäten nutzen wir nicht nur für unsere eigenen Produkte, sondern stellen sie auch Dritten zur Verfügung. Boehringer Ingelheim BioXcellence ist ein weltweit führender biopharmazeutischer Auftragshersteller. Wir bieten maßgeschneiderte Auftragsentwicklung und -herstellung für die biopharmazeutische Industrie, die Bereitstellung der gesamten biopharmazeutischen Prozesskette - von der genetischen Entwicklung der Zelle bis zum marktfähigen Arzneimittel im wirtschaftlichen Maßstab.

Biopharmazeutische Herstellung

Im November 2007 hat Boehringer Ingelheim die erweiterte und modernisierte biotechnische Wirkstoffproduktion eingeweiht. Während der Umbauphase seit dem Jahr 2005 wurden insgesamt 80 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Zusammen mit der zweiten Wirkstoffproduktion (Investition: 255 Millionen Euro), die 2004 in Betrieb ging, verfügt das Unternehmen damit über modernste Technologie, um die Position als einer der weltweit führenden Hersteller von Biopharmazeutika weiter auszubauen.

Laborgebäude Chemische Entwicklung

Die im Rahmen der F&E - Strategie gesetzten Ziele für die Zukunft erforderten am Standort Biberach weitere Investitionen. Aus diesem Grund wurde zwischen 2007 und August 2009 das Gebäude G 144 errichtet, ein Laborgebäude für die Chemische Entwicklung.

Für 265 Mitarbeiter gibt es auf sieben Ebenen Platz, der vor allem durch Laborräume sowie ein Untergeschoß und eine Dachzentrale für innovative Gebäudetechnik geprägt ist. Eine patentierte Wärmepumpe und die sinnvolle Verknüpfung von Kälte-, Wärme- und Lufttechnik

ermöglichen eine Energiebedarfsverringerung von mehr als 25 Prozent.

Kilolabor der Chemischen Entwicklung am Standort Biberach

Die Chemische Entwicklung bekam im November 2008 ebenfalls neue Räume. Im so genannten Kilolabor wird der Substanzbedarf für pharmazeutische Entwicklung und Sicherheitsuntersuchungen innovativer Arzneimittel gedeckt. Während in der frühen Forschungsphase Mengen im Milligrammbereich eines Moleküls für Hochdurchsatz-Screeningmethoden ausreichend sind, steigt der Bedarf für nicht-klinische und pharmazeutische Untersuchungen während der Entwicklungsphase auf zwei- bis dreistellige Kilogrammmengen an. Rund 26 Millionen Euro wurden während der eineinhalb Jahre dauernden Bauphase in das Gebäude und dessen technische Ausstattung investiert.

Forschungslaborgebäude, Biberach

Anfang 2012 wurde ein neues, multifunktionales Forschungslaborgebäude mit einem Investitionsvolumen von
26 Millionen Euro eingeweiht. In dem Neubau leisten 120 Mitarbeiter aus den Bereichen Strukturforschung, Computational Chemistry, Medicinal Chemistry, NBE Discovery und des Scientific Information Centers mit Bibliothek und Recherchediensten wichtige Beiträge zur Erforschung innovativer Medikamente für den weltweiten Unternehmensverbandes Boehringer Ingelheim.

Laborgebäude Entwicklung (Nonclinical Drug Safety)

Ende 2012 wurde ein weiterer Neubau eröffnet. Rund 90 Millionen Euro wurden in das moderne Laborgebäude investiert, das bestehende Gebäude und Einrichtungen ersetzt und die Arbeitsplätze von etwa 200 Mitarbeitern der Abteilung Nonclinical Drug Safety an einem Ort konzentriert.

Das Gebäude ist architektonisch so gestaltet, dass möglichst viele Bereiche von Tageslicht durchflutet werden. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten bietet der Neubau Verbesserungen, beispielsweise durch ein neuartiges System der Wärmerückgewinnung oder den Einsatz nachhaltiger Baustoffe.

Chemical Development GER (Technikum) Biberach

Das neue Technikum für die chemische Entwicklung steht kurz vor seiner Fertigstellung. Dort sollen neue Wirkstoffe bis zu einer Menge von etwa 100 Kilogramm hergestellt werden.

Mehr als 50 Millionen Euro investiert Boehringer Ingelheim in das Gebäude für die Produktion neuentwickelter pharmazeutischer Wirkstoffe. Die Inbetriebnahme soll Ende 2014 erfolgen.

Kaltwasserspeicher

Der derzeit größte Kaltwasserspeicher Deutschlands steht seit 2008 auf dem Biberacher Werksgelände und ist ein nachhaltiger Beitrag zum Umweltschutz und zur Wirtschaftlichkeit. Als zukunftsweisende Antwort auf den steigenden Kältebedarf des Standortes verbindet er Energiekosteneinsparung mit ökologischen Aspekten wie der Schonung von Ressourcen, Reduktion von Luftschadstoffen und Kohlendioxid. Insgesamt hat Boehringer Ingelheim rund drei Millionen Euro in dieses Projekt investiert.

Bürogebäude Medizin

Auch für den Geschäftsbereich Medizin wurde 2006 ein neuer Bürokomplex für rund zwölf Millionen Euro errichtet, der bis zu 375 Mitarbeitern Platz bietet. In ihrer Verantwortung liegt vor allem die weltweite Betreuung klinischer Studien für die Präparate des Unternehmensverbandes. Das architektonisch und funktionell beeindruckende Gebäude schafft adäquate Möglichkeiten, der Aufgabe bei der Entwicklung sicherer und wirksamer neuer Arzneimittel sowie der wissenschaftlichen Betreuung der bereits etablierten Präparate gerecht zu werden.

Pharmakologisches Forschungsgebäude

Die äußere Gestaltung der Pharmakologischen Forschung unterstreicht die Zukunftsorientierung des Unternehmens. Dem Designkonzept liegt die mikroskopisch vergrößerte Kristallstruktur einer Substanz zugrunde. Boehringer Ingelheim investierte 23,6 Millionen Euro in das auffällige Gebäude, für dessen Gestaltung das Unternehmen im Jahr 2003 mit dem Architekturpreis des Royal Institute of British Architects ausgezeichnet wurde. 2005 erhielt Boehringer Ingelheim zudem den BDA-Preis „Auszeichnung guter Bauten“.