Standorte - Biberach

High-Tech-Standort für Forschung, Entwicklung, Medizin und Biotechnologie

Derzeit sind in Biberach 4.522 Mitarbeiter sowie 279 Auszubildende (Durchschnitt 2010) bei der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG beschäftigt.

Luftaufnahme Standort Biberach

Innovationsgeist und Weltoffenheit, aber zugleich Bodenständigkeit und Loyalität prägen die Menschen in der Region zwischen Ulm und Bodensee. Hier, im baden-württembergischen Biberach an der Riss, hat Boehringer Ingelheim auf einem modernen Forschungscampus sein größtes internationales Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum geschaffen.

Von der Idee bis zum Markt sind hier alle Forschungs- und Entwicklungsschritte vertreten – sowohl für konventionelle chemische Wirkstoffe als auch für Arzneimittel auf biotechnischer Basis. Für diese Biopharmazeutika hat Boehringer Ingelheim in Biberach eine der größten Produktionsanlagen in Europa errichtet.

Biberach gilt als international anerkannte Top-Adresse für biotechnologisch hergestellte Pharmazeutika. Hier ist das Know-how vorhanden, um aus einem weniger als 100 Milliliter umfassenden Basisansatz eine Fermenter-Produktion von bis zu 15.000 Litern zu realisieren. Diese Kapazitäten von der Forschung und Entwicklung bis zur Fertigung und internationalen Registrierung der Biotech-Produkte werden auch Dritten zur Verfügung gestellt.

Boehringer Ingelheim bietet an seinen Standorten Biberach, Wien (Österreich) und Fremont (Kalifornien/USA) die gesamte biopharmazeutische Prozesskette – von der genetischen Entwicklung der Zelle über die Herstellung bis zum marktfähigen Arzneimittel im wirtschaftlichen Maßstab – auch für Industriekunden an (das so genannte „One-Stop-Shop“-Konzept").

Die Auftragsproduktion von Biopharmazeutika in Biberach brachte 2010 Gesamterlöse in Höhe von 351 Millionen Euro.

Biopharmazeutische Herstellung

Der Geschäftsbereich Biopharmazeutika in Biberach zählt allein rund 1.500 Mitarbeiter. Im November 2007 hat Boehringer Ingelheim die erweiterte und modernisierte biotechnische Wirkstoffproduktion eingeweiht. Während der Umbauphase seit dem Jahr 2005 wurden insgesamt 80 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Zusammen mit der zweiten Wirkstoffproduktion (Investition: 255 Millionen Euro), die 2004 in Betrieb ging, verfügt das Unternehmen damit über modernste Technologie, um die Position als einer der weltweit führenden Hersteller von Biopharmazeutika weiter auszubauen.

Laborgebäude Chemische Entwicklung

Die im Rahmen der F&E Strategie gesetzten Ziele für die Zukunft erforderten am Standort Biberach weitere Investitionen. Aus diesem Grund wurde zwischen 2007 und August 2009 das Gebäude G 144, ein Laborgebäude für die Chemische Entwicklung, errichtet. Das G 144 ist ein Gebäude für insgesamt 265 Mitarbeiter. Insgesamt gibt es 7 Ebenen vor allem geprägt durch Laborräume sowie ein UG und eine Dachzentrale für durchdachte, innovative Gebäudetechnik. Eine zum Patent angemeldete Wärmepumpe und die sinnvolle Verknüpfung von Kälte-, Wärme- und Lufttechnik ermöglichen in diesem Gebäude eine Energiebedarfsverringerung von mehr als 25 Prozent.

 

Kilolabor der Chemischen Entwicklung am Standort Biberach

Die Chemische Entwicklung bekam im November 2008 ebenfalls neue Räume – und neue Versuchsanlagen. Im so genannten Kilolabor werden der Substanzbedarf für die pharmazeutische Entwicklung und für Sicherheitsuntersuchungen innovativer Arzneimittel bereit gestellt. Während in der frühen Forschungsphase Mengen im Milligrammbereich eines Moleküls für Hochdurchsatz-Screeningmethoden ausreichend sind, steigt der Bedarf für nicht-klinische und pharmazeutische Untersuchungen während der Entwicklungsphase auf zwei- bis dreistellige Kilogrammmengen an. Rund 26 Millionen Euro wurden während der eineinhalb Jahre dauernden Bauphase in das Gebäude und dessen technische Ausstattung investiert.

Kaltwasserspeicher

Der derzeit größte Kaltwasserspeicher Deutschlands steht seit 2008 im Biberacher Werk von Boehringer Ingelheim und ist ein nachhaltiger Beitrag zum Umweltschutz und zur Wirtschaftlichkeit. Als zukunftsweisende Antwort auf den steigenden Kältebedarf des Standortes verbindet er Energiekosteneinsparung mit ökologischen Aspekten wie der Schonung von Ressourcen, Reduktion von Luftschadstoffen und Kohlendioxid. Insgesamt hat Boehringer Ingelheim rund drei Millionen Euro in dieses Projekt investiert.

Gebäude Zentrale Logistik Biberach

Im Oktober 2008 konnte die Zentrale Logistik am Standort Biberach offiziell in Betrieb genommen werden. In knapp eineinhalb Jahren Bauzeit ist ein moderner Gebäudekomplex am nördlichen Werksrand mit einer neuen "Pforte Nord" entstanden, der der internationalen Ausrichtung des Standortes Rechnung trägt. Das Unternehmen investierte 16,9 Millionen Euro in dieses Projekt. Mit Ausrichtung auf die künftige Verkehrsstruktur der Region hier wurden alle maßgeblichen Logistikfunktionen zusammen geführt. Dazu zählen zum Beispiel der Wareneingang und eine neue Musternahme im Rahmen der Qualitätskontrolle, der Warenversand sowie ein Kühllager mit 700 Palettenplätzen für temperaturempfindliche Arzneimittel.

Pharmazeutische Forschung Entwicklung

In den 2006 eingeweihten Neubau für die Pharmazeutische Forschung und Entwicklung, die Infrastruktur und die technologische Ausstattung investierte das Unternehmen insgesamt rund 50 Millionen Euro. Unter einem Dach sind die Formulierungsentwicklung, das pharmazeutische Technikum für die Herstellung klinischer Prüfpräparate, die Verfahrensentwicklung, Verpackung und Etikettierung sowie administrative Bereiche zusammengeführt.

Bürogebäude Medizin

Auch für den Geschäftsbereich Medizin wurde 2006 ein neuer Bürokomplex für rund zwölf Millionen Euro errichtet, der bis zu 375 Mitarbeitern Platz bietet. In ihrer Verantwortung liegt vor allem die Betreuung Klinischer Studien weltweit für die Präparate des Unternehmensverbandes. Das architektonisch und funktionell beeindruckende Gebäude schafft adäquate Möglichkeiten, der Aufgabe bei der Entwicklung sicherer und wirksamer neuer Arzneimittel sowie der wissenschaftlichen Betreuung der bereits etablierten Präparate gerecht zu werden.