Werte schaffen durch Innovation22 May 2013

Arbeiten in stilvoller Umgebung

"Wir müssen erkennen, dass die Industrie mit ihren gewaltigen Bauten nicht mehr störendes Glied in unserem Stadtbild und unserer Landschaft ist, sondern ein Symbol der Arbeit, ein Denkmal der Stadt, das jeder Bürger mit wenigstens ebenso großem Stolz dem Fremden zeigen soll, wie seine öffentlichen Gebäude." - Fritz Schupp, deutscher Architekt, 1929

Betriebsrestaurant in Biberach

Ausgewählte Beispiele von Industriearchitektur an den Standorten Ingelheim und Biberach sollen die Bedeutung aufzeigen, die Boehringer Ingelheim in den vergangenen Jahren als Impulsgeber für die jeweiligen Regionen - nicht zuletzt auf architektonischem Gebiet - gewonnen hat. In die Planung neuer Gebäude ist immer auch die optische Struktur des Werksgeländes mit eingeflossen.

Boehringer Ingelheim hat anhand zahlreicher Bauten für Forschung, Entwicklung, Produktion und Verwaltung bewiesen, dass sich Produktionsabläufe und eine funktionsgerechte Planung mit einer mitarbeiterfreundlichen Gestaltung des Arbeitsumfeldes vereinbaren lassen. So fördern sorgfältig konzipierte und gestaltete Innen- und Außenräume das Wohlbefinden am Arbeitsplatz und die Freude an der Arbeit.

Die aufwändige, teils preisgekrönte Architektur an den Standorten Ingelheim und Biberach zeigt, dass der gemeinsame Anspruch an eine lebenswert gestaltete Umwelt im Wechselspiel von Unternehmen, Arbeitnehmern und Architekten erfolgreich umgesetzt werden kann.

  • Analytik und Chemische Entwicklung

    Architekt: Jörg Meier, Kirchzarten
    Baujahr:  1997 - 1999

    2002 wurde das Atriumgebäude von einer Jury im Rahmen eines Wettbewerbs der Architektenkammer Baden-Württemberg, die beispielhaftes Bauen im Landkreis Biberach im Zeitraum 1998 bis 2002 zu begutachten und zu bewerten hatte, als "exemplarisch" ausgezeichnet.

    In dem Gebäude haben die Abteilungen Chemische Entwicklung und Analytik eine moderne Wirkungsstätte gefunden. Bei der Übergabe von Urkunde und Plakette wurde gewürdigt, dass gerade das Forschungs- und Bürogebäude von Boehringer Ingelheim ein herausragendes Beispiel darstelle, wie auch im industriellen Bereich Ästhetik und Zweckmäßigkeit zu einer architektonisch herausfordernden, harmonischen Lösung finden können. In dem 18,7 Mio. Euro Gebäude sind die Raumfunktionen für Labor- und Büronutzungen zwar zusammengefasst, baulich aber klar nach unterschiedlichen Raumansprüchen gegliedert.

    Um eine zentrale Halle gruppieren sich nach allen Himmelsrichtungen die natürlich belichteten Räume für theoretisches und experimentelles Arbeiten in den Obergeschossen. Im Erdgeschoss sind die nicht belichteten, aber hoch installierten Räume für Geräte und Sondernutzungen sowie eine Cafeteria platziert. Die großzügige viergeschossige Halle mit Glasdach dient dem kommunikativen Austausch. Wasserbecken, Brückensteg, Fahrstuhl und Geschossbrücken unterstützen diese Absicht. Tageslicht durchdringt die Ebenen des Atriums und ist elementarer Bestandteil des architektonischen Konzepts.

  • Zentrum für Aus- und Weiterbildung

    Architekten: Mann & Partner, Laupheim/München
    Baujahr: 2003

    Im Januar 2003 wurde das Zentrum für Aus- und Weiterbildung mit einer Nutzfläche von rund 3.000 Quadratmetern eingeweiht. Es war durch den Umbau von zwei ehemaligen Forschungsgebäuden entstanden, die durch eine Überbauung der dazwischen liegenden Fläche miteinander verbunden wurden. Die Investitionssumme für das Projekt belief sich auf insgesamt 7,7 Millionen Euro.

    Das neue Zentrum bietet auf drei Ebenen zehn moderne Labors, ein Technikum sowie zahlreiche Unterrichts- und Gruppenarbeitsräume. Das Atrium zwischen den beiden Gebäudetrakten ist hell und offen und kann als Pausenraum, in Verbindung mit angrenzenden Schulungsräumen aber auch für größere Veranstaltungen und für Präsentationen genutzt werden.

  • Betriebsrestaurant

    Architekten: Kauffmann, Theilig & Partner, Stuttgart
    Baujahr: 2004

    Der im Oktober 2004 eröffnete Neubau des Betriebsrestaurants am Standort Biberach ergänzt architektonisch reizvoll das Bild des modernen Forschungs- und Biotechnik-Campus Biberach. In Gebäude und Infrastruktur wurden rund 16 Millionen Euro investiert.

    Es entstand ein transparenter Bau mit selbst tragender Dachkonstruktion aus Holz und Stahl, der zwei getrennte Funktionsebenen beherbergt. Sowohl der Gastbereich als auch die Cafeteria im Erdgeschoss sind Licht durchflutet und bieten zusammen mit den ergänzenden Konferenz- und Casinoräumen im Obergeschoss rund 1.100 Plätze. Das neue Restaurant ist mit 680 Sitzplätzen auf die Ausgabe von 2.200 Essen täglich ausgelegt. Mit den verwendeten Materialien Glas, Beton und Holz wurde eine Atmosphäre geschaffen, die sich bewusst vom Arbeitsplatz unterscheidet.

    Das Mitarbeiterrestaurant war im Jahr 2006 eines von zehn Objekten, die im Rahmen des Wettbewerbs „Preis des Deutschen Stahlbaus“ eine Auszeichnung erhielten. Hervorgehoben wurde dabei, Boehringer Ingelheim beweise mit der Architektur, dass ein Mitarbeiterrestaurant heute nichts mehr mit dem zu tun habe, was einmal mit dem Begriff "Kantine“ bezeichnet worden sei. In einer aufwändigen, skulpturalen Architektur seien differenzierte Räume mit hohen atmosphärischen Qualitäten geschaffen worden. Es ergebe ein variantenreiches, fast dramatisches Raumgebilde.

  • Biopharmazeutische Wirkstoffherstellung

    Architekten: HWP Planungsgesellschaft, Stuttgart
    Baujahr: 2001 - 2003

    Das im September 2003 eingeweihte Gebäude der Biopharmazeutischen Wirkstoffherstellung ist die bisher größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmensverbandes Boehringer Ingelheim. Es ist eine der weltweit größten Produktionsanlagen für Biopharmazeutika mit Hilfe von Zellkulturen. Insgesamt flossen mehr als 255 Millionen Euro in das Projekt, mit dem auch die Schaffung von 400 neuen Arbeitsplätzen verbunden war.

    Mehr als 200 Unternehmen arbeiteten mit Hochdruck an dem 32 Meter hohen Komplex, so dass dieser schon 36 Monate nach dem Spatenstich in Betrieb genommen werden konnte. Das ehrgeizige Projekt umfasste 11.000 Quadratmeter Nutzfläche in sieben Ober- und zwei Kellergeschossen. Rund 70 Kilometer Rohrleitungen und 800 Kilometer Verkabelung waren nötig, 18.000 Kubikmeter Beton und 2.700 Tonnen Stahl wurden verarbeitet. Der umbaute Raum umfasst insgesamt 122.400 Kubikmeter.

    Die glatte und homogene Glasfassade des Prozessgebäudes unterstreicht die klare und technische Gliederung der Produktionsebenen. Die Stahlkonstruktion der Doppelfassade ist zurückhaltend ausgeführt, so dass die vielen Glaselemente die Leichtigkeit der Konstruktion vermitteln. Im Inneren des Gebäudes wurde mit verschiedenen farblichen Akzenten gearbeitet: Die Betonflächen und die geschlossenen Flächen erhielten beispielsweise einen kühlen hellblauen Ton, um den technischen Charakter zu betonen. Der zentrale Medienschacht im Hauptgebäude wurde als Herzstück der Anlage mit einer dunkelroten Wandfarbe versehen, um einen Kontrast zu der Edelstahlinstallation im Prozessbereich zu schaffen. Alle anderen Farbtöne sind eher zurückhaltend und ordnen sich dem Prozessbereich unter.

  • Chemische Entwicklung

    Architekten: Heene Pröbst + Partner, Ludwigshafen
    Baujahr: 2007-2008

    Das so genannte Kilolabor stellt die benötigten Wirkstoffmengen für die Pharmazeutische Entwicklung und für Sicherheitsuntersuchungen sowie für die frühe klinische Entwicklung neuer innovativer Arzneimittel bereit.

    Das in Stahlbetonbauweise erstellte charakteristische Gebäude mit seiner herausragenden Glasfassade wird über eine Brücke auf Ebene des ersten Stockwerks mit dem benachbarten Atriumbau verbunden, in dem sich Labors und zentrale Funktionen der Abteilungen Analytik und Chemische Entwicklung befinden.

    Das Objekt weist rund 7.200 Quadratmeter Bruttogrundfläche auf fünf Ebenen auf. Die Anlagenkapazität besteht aus zehn Reaktoren (sechs x 25 l und vier x 50 l) mit einem Gesamtvolumen von 350 Litern. Außerdem macht der Neubau den Aufbau eines Labors für präparative Chromatographie als alternative Reinigungsmethode für die rasche Wirkstoffversorgung in frühen Entwicklungsphasen möglich.

    Im ersten Obergeschoss des Gebäudes ist die Erweiterung der Process Research-Laboratorien untergebracht, das Erdgeschoss nimmt vor allem die spezialisierten Werkstätten der Verfahrenstechnik auf. Das Untergeschoss beherbergt gebäudetechnische Anlagen sowie Lager für Chemikalien. In der Dachzentrale befinden sich die Lüftungstechnik und die Zentralanlagen zum Betrieb der Reaktoren. Rund 35 Mitarbeiter haben in den Labor- und Technikbereichen ihre neue Wirkungsstätte gefunden.

  • Chemische Forschung und Leitstrukturfindung

    Architekten: Koppenhöfer & Partner, Stuttgart
    Baujahr: 2002

    Das Gebäude der Chemischen Forschung und Leitstrukturfindung hat eine Nutzfläche von 8.963 Quadratmetern. Er ergänzt den entstehenden Forschungscampus in Biberach eindrucksvoll. Der Komplex mit einer Länge von 124 Metern bietet auf drei Stockwerken Raum für Syntheselabors sowie zahlreiche, auf ihren speziellen Verwendungszweck zugeschnittene Labor- und Automatisierungsbereiche.

    Bei der Konzeption des Technologietraktes des neuen Gebäudes wurde schon in der Planungsphase den Bedürfnissen der modernen Technologien Rechnung getragen. Die Räume sind weitgehend auf die Anlagen zugeschnitten und ihre Anordnung orientiert sich an den Arbeitsabläufen. In einem kleineren separaten Gebäude wurde die Hochfeld-NMR (magnetische Kernresonanz) der Strukturforschung der Abteilung Chemische Forschung eingerichtet.

  • Humanpharmakologisches Zentrum

    Architekten: Mann & Partner, Laupheim/München
    Baujahr: 2004

    Im August 2004 konnte das neue Humanpharmakologische Zentrum bezogen werden. Es stellt eine Schnittstelle zwischen Forschung und der klinischen Entwicklung neuer Arzneimittel dar. Boehringer Ingelheim hat knapp zehn Millionen Euro in das architektonisch gelungene und moderne Gebäude investiert, das höchsten wissenschaftlichen Maßstäben und den Ansprüchen an die Unterbringung der freiwilligen Probanden gleichermaßen entspricht.

    Die offene, großzügige und moderne Gestaltung mit ihrem Bezug zur umgebenden Natur steht für Transparenz. Die wohltuende Raumgestaltung strahlt eine helle und freundlich-warme Atmosphäre aus. Bestimmend für das zur Riss und zum Weißgerberbach gewandte Gebäude ist ein von Licht durchflutetes Treppenhaus mit Innenhof. Klar gegliedert sind angrenzend die verschiedenen Bereiche mit Administration, Ruhezonen und Studien- bzw. Funktionsräumen auf den verschiedenen Etagen.

  • Bürogebäude Medizin

    Architekten: Mann & Partner, Laupheim/München
    Baujahr: 2006

    Das moderne Bürogebäude mit 6.324 Quadratmetern Nutzfläche wurde im Mai 2006 eingeweiht. Es bietet dem Geschäftsbereich Medizin adäquate Möglichkeiten, seiner verantwortungsvollen Aufgabe bei der Entwicklung sicherer und wirksamer neuer Arzneimittel sowie der wissenschaftlichen Betreuung bereits etablierter Präparate gerecht zu werden und noch besser auf einer Ebene in den jeweiligen Teams zusammen zu arbeiten. Dazu trägt die kommunikationsfreundliche Architektur des neuen Gebäudes bei. Zwei parallel liegende Büro- und Funktionstrakte bieten auf 12.000 Quadratmetern Raum für  375 Arbeitsplätze.

    Ein glasüberdachter Innenhof verbindet die beiden Gebäudeteile. Der Mittelteil des Hofes ist mit abgestuften Ebenen einem antiken Theater nachgebildet. Auf dieser großzügigen Freifläche können die Mitarbeiter während der Pausen verweilen und kommunizieren. Bei der Einweihungsfeier bot das Atrium mit seinen rund 650 Quadratmetern ein beeindruckendes Forum. Im ganzen Innenhofbereich können etwa 750 bis 800 Mitarbeiter an Veranstaltungen teilnehmen.

    Besonderer Wert wurde bei der Konzeption des Gebäudes auch auf die ökologische Einbettung und die Versickerung von Regenwasser auf dem unbefestigten, naturnah gestalteten Außengelände gelegt.

  • Pharmakologische Forschung

    Architekten: Sauerbruch & Hutton, Berlin
    Baujahr: 2003

    Von der Freigabe der Ausführung bis zum Fertigstellungstermin des neuen Gebäudes der Pharmakologischen Forschung im Oktober 2002 vergingen nur 13 Monate. Das Gebäude komplettiert eindrucksvoll den Forschungs- und Entwicklungscampus Biberach.

    Boehringer Ingelheim investierte 23,6 Millionen Euro in das auffällige Gebäude, für dessen Gestaltung das Unternehmen im Jahr 2003 mit dem Architekturpreis des Royal Institute of British Architects ausgezeichnet wurde. 2005 erhielt Boehringer Ingelheim zudem den BDA-Preis „Auszeichnung guter Bauten“.

    Die äußere Gestaltung des Gebäudes unterstreicht die Zukunftsorientierung des Unternehmens. So setzt die innovative Fassadengestaltung einen farblichen Kontrapunkt zu den umliegenden Bauten und ein bemerkenswertes architektonisches Zeichen. Dem Konzept liegt die mikroskopisch vergrößerte Kristallstruktur einer Substanz zugrunde. Der vorgebaute Sonnenschutz besteht aus vertikalen, farblich gestalteten Glaslamellen. Sie schützen die Gebäudewand besser vor Wärme, Kälte sowie Feuchtigkeit und lassen selbst im geschlossenen Zustand genügend Licht in die Räume, so dass tagsüber ohne künstliche Beleuchtung gearbeitet werden kann. Die klare Gebäudeorganisation und die hohe Flexibilität in der Nutzung der Flächen sind als weitere Pluspunkte hervorzuheben.

    Im Inneren besticht das Forschungsgebäude mit seinen sieben Geschossen durch die klare Raumaufteilung mit einer natürlich belüfteten Bürozone an der Westseite, den Experimentier- sowie verschiedenen Nebenräumen in der dunklen Mittelzone und der lichten mechanisch belüfteten Laborzone an der Ostseite. Die großzügige Eingangshalle mit einer Cafeteria ist ein Kommunikationsknotenpunkt zwischen der Pharmakologischen Forschung und dem gegenüber liegenden Komplex der Chemischen Forschung und Leitstrukturfindung.

  • Pharmazeutische Forschung und Entwicklung

    Architekten: Henn Architekten, München
    Baujahr: 2003 - 2006

    Der Neubau für die Pharmazeutische Forschung und Entwicklung am Standort Biberach, in den Boehringer Ingelheim rund 50 Millionen Euro investiert hat, wurde im März 2006 eingeweiht. Auf knapp 9.000 Quadratmetern Nutzfläche sind jetzt die Formulierungsentwicklung, das pharmazeutische Technikum für die Herstellung klinischer Prüfapparate, die Verfahrensentwicklung, Verpackung & Etikettierung sowie administrative Bereiche unter einem Dach zusammengeführt.

    Der kompakte L-förmige Stahlbetonskelettbau mit einer Bauhöhe von 26,5 Metern verfügt über fünf Geschosse. Durch horizontal gegliederte Edelstahltafeln mit integrierten Fensterbändern wird die schlichte und unaufdringliche Erscheinung des Gebäudes unterstrichen. Es besteht aus einem senkrechten Riegel, in dem der Sterilbereich und die Laboreinheiten untergebracht sind, sowie einem waagerechten Riegel, in welchem sich die Technikum-Funktionen befinden. Büro- und Kommunikationsflächen sind an der Nord-Westseite des Baukörpers zusammengefasst.

    Der Neubau gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, sich in zeitgemäßen Räumen kreativ und zugleich mit wissenschaftlicher Gründlichkeit ihren Aufgaben zu widmen. Kurze Wege, kompakte und modernste Anlagen sowie flexible räumliche Anordnungen und eine innovative Arbeitsatmosphäre tragen den unterschiedlichen Anforderungen und den äußerst komplexen Aufgabengebieten der Entwicklung Rechnung.

    Die einzelnen Bereiche im Gebäude sind so angeordnet, dass schnelle Durchlaufzeiten, kurze Wege und optimierte Abläufe ebenso gegeben sind wie die gemeinsame Nutzung bestimmter Zonen. Separate Installationsgeschosse sorgen für eine klare Trennung zwischen Herstellungsbereich und Technik- bzw. Wartungsebene.

  • Forschungslaborgebäude

    Architekten: Mann + Partner, Laupheim/München
    Baujahr: 2011 - 2012

    Das Multifunktionsgebäude verstärkt die Forschung in Deutschland. Der Neubau von 2012 deckt den benötigten Raumbedarf für neu geschaffene Funktionen und führt bestehende Forschungsabteilungen räumlich besser zusammen. Das Forschungslaborgebäude, in das das Unternehmen 26 Mio Euro investierte, hat eine Nutzfläche von rund 4.500 m² und bietet mit einer Länge von 54 m Raum für zahlreiche moderne Forschungsbereiche.

    In dem multifunktionalen Forschungslaborgebäude leisten 120 Mitarbeiter aus den Bereichen Strukturforschung, Computational Chemistry, Medicinal Chemistry, NBE Discovery und des Scientific Information Centers mit Bibliothek und Recherchediensten wichtige Beiträge zur Erforschung innovativer Medikamente. Außerdem ermöglicht eine zweistöckige Verbindungsbrücke den Anschluss an das Gebäude der chemischen Forschung und Leitstrukturfindung. Die räumliche Nähe verbessert zudem die Kommunikation zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen und Arbeitsgruppen. Auf der Ostseite ermöglichte der Einzug einer Zwischendecke zwei neue Büro- und Magazinetagen für das Scientific Information Center.

  • Laborgebäude Entwicklung

    Architekten:  Riegler Riewe Architekten, Graz
    Baujahr: 2009

    Das Gebäude bietet für rund 265 Mitarbeiter Labor- und Bürokapazitäten des Geschäftsführungsbereichs Entwicklung. Das Gebäude ist mit innovativer Gebäudetechnik ausgestattet. Die Betriebskosten konnten gegenüber vergleichbaren Gebäuden um 50 Prozent gesenkt werden. 

    Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 11.143 m² bietet gute Bedingungen für viele Hightech-Geräte und Entwicklungslabore und wurde so neuen Funktionen, neuen Technologien sowie behördlichen Anforderungen angepasst.

    Hauptnutzer ist die Abteilung Drug Metabolism and Pharmacokinetics (DMPK), daneben sind die Abteilung Quality & Records Management und die Gruppe Consumer Health Care (CHC) der Abteilung Pharmazeutische Forschung & Entwicklung integriert.

  • Boehringer Ingelheim Center

    Architekten:  Beucker, Maschlanka & Partner, Düsseldorf
    Baujahr: 1997 - 2000

    Im März 2000 wurde die neue internationale Unternehmenszentrale von Boehringer Ingelheim, das Boehringer Ingelheim Center (BIC), nach 30-monatiger Bauzeit eingeweiht. Das repräsentative Verwaltungsgebäude bietet seitdem etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Arbeitsplätze in einem architektonisch innovativen Bau.

    Den Architekten, die sich mit ihrem Konzept in einem international ausgeschriebenen Wettbewerb durchsetzen konnten, ist es gelungen, anspruchsvolle Gestaltung und ökologische Aspekte mit Funktionalität in Einklang zu bringen. Diese steht zusammen mit Flexibilität und Kommunikation als Grundkonzept im Mittelpunkt des Gebäudes.

    Das Gefühl von Weite und Transparenz wird sowohl durch die Architektur als auch durch das neue Bürokonzept hervorgerufen, nach dem die verschiedenen Bürobereiche im so genannten Kombizonenkonzept organisiert wurden. Das BIC gehört zu den bislang größten Kombibüro-Komplexen Deutschlands. Einzelbüros, Teamräume und großräumige Multifunktionszonen werden variabel aufgeteilt und können so flexibel genutzt werden.

    Die markante Architektur in Form eines 45-Grad-Dreiecks setzt einen sichtbaren Akzent im Stadtbild Ingelheims und fügt sich zudem übergangslos in die Struktur des Werksgeländes ein. Architektonischer und funktionaler Mittelpunkt des Gebäudes ist eine 33 Meter hohe und 1.000 Quadratmeter große Halle mit verglaster Innen- und Außenfassade, wobei die einzelnen Scheiben der gläsernen Gebäudefront von einer Seilhängekonstruktion getragen werden. Vorherrschende Materialien sind vor allem Glas und Edelstahl, die sich mit natürlichen Materialien wie Gneis, Granit und Ahorn, aber auch Naturstein und Holz harmonisch zu einem Ganzen fügen.

  • Betriebsrestaurant

    Architekten: Beucker, Maschlanka & Partner, Düsseldorf
    Baujahr: 2005 – 2007

    Nach etwa zweijähriger Bauzeit wurde das neue Betriebsrestaurant im November 2007 für die Mitarbeiter am Standort Ingelheim eröffnet. Boehringer Ingelheim trug mit dem Neubau, in den 36 Millionen Euro investiert wurden, dem starken Personalzuwachs am Stammsitz des Unternehmens Rechnung.

    In dem sieben Meter hohen klimatisierten Speiseraum finden zeitgleich 936 Gäste auf rund 1.300 Quadratmetern Platz. Der so genannte Food Court, in dem die Speisen zubereitet und ausgegeben werden, wird von einer Glaskuppel überspannt, die einen Durchmesser von fast 15 Metern hat und mitten im Gebäude helles Tageslicht schafft. In der Cafeteria stehen weitere 270 Sitz- und 70 Stehplätze zur Verfügung. Sieben Gästeräume und ein Bankettsaal bieten im Casino- und Konferenzbereich bei Veranstaltungen Platz für mehr als 200 Gäste.

    Die sechs Säulen, die den Raum dominieren, wirken wie stilisierte Bäume, deren Äste die Dachkonstruktion zu tragen scheinen. Der grüne Granitboden vermittelt den Eindruck eines Waldbodens. Bei schönem Wetter gehen Innenraum und Natur scheinbar ineinander über. Das Gästecasino liegt auf der Ostseite des Gebäudes, mit Blick auf die Selzaue und den Rheingau.

    Die mit modernster Technik ausgestattete offene Gastküche bereichert den architektonischen Gesamteindruck. Das Mitarbeiterrestaurant ist auf die Ausgabe von 2.600 Essen täglich ausgerichtet und basiert auf einem neuen Konzept: Die Mitarbeiter können den Köchen bei der Zubereitung der Speisen an verschiedenen Thementheken zusehen (front-cooking) und sich ihr Essen aus Angeboten wie "WokArt", "GrillPur" oder "Gemüseküche" selbst zusammenstellen.

  • Laborgebäude Chemie

    Architekt: BMBW ARCHITEKTEN BDA & PARTNER,
    Georg Brechensbauer, München 
    Baujahr: 2006 - 2007

    Im Mai 2006 wurde der Grundstein für ein neues Laborgebäude für den Bereich Chemikalien gelegt. Boehringer Ingelheim investierte mehr als 30 Millionen Euro in den modernen Neubau, der ab November 2007 das bisherige Zentrallabor ersetzen soll.

    Das Bild vom Standort Ingelheim wird sich stark wandeln, denn das fünfstöckige voll unterkellerte Laborgebäude, das auf knapp 6.000 Quadratmetern Nutzfläche Raum für zeitgemäße Labor- und Büroarbeitsplätze für etwa 230 Mitarbeiter bieten wird, entsteht zwischen zwei weiteren Neu- bzw. Umbauten: dem Mitarbeiterrestaurant (Fertigstellung Ende 2007) sowie dem umgestalteten Pharma Quality Control-Center (PQC).

    Das flexible Konzept des Architekten sieht vor, dass das gut 20 Meter hohe Gebäude bei Bedarf modular um einen zweiten Bauabschnitt nach Osten erweitert werden kann. Anpassungen und Erweiterungen sind auch noch nach Jahren noch möglich. Das variable Laborkonzept optimiert die Kosten und schafft Möglichkeiten zu flexibler Nutzung. Im Norden des Gebäudes werden Labore angeordnet sein, im mittleren Teil die Dunkelzone für Messbereiche, zur Südseite werden die Büroräume liegen.

    In dem Laborgebäude werden rund 1.000 Tonnen Stahl auf einer Grundfläche von 72 mal 27 Metern von 7.000 Kubikmetern Beton umschlossen. Die Bruttogeschossfläche beträgt etwa 15.000 Quadratmeter bei gut 50.000 Kubikmetern umbautem Raum. Die einzelnen Geschosse sind vier Meter hoch, im Untergeschoss fünf Meter.

  • LogiPack-Center

    Architekt: Immo Fay, Bingen
    Baujahr: 2006

    Im März 2006 wurde der Grundstein für den neuen Verpackungsbetrieb LogiPack-Center gelegt, der angrenzend an das Logistikzentrum entsteht. Auf 10.000 Quadratmetern Grundfläche soll Platz für 16 Verpackungslinien geschaffen werden, die bislang über das Werksgelände verteilt sind. Das gesamte Projekt, in das Boehringer Ingelheim 49 Millionen Euro investiert, wurde 2008 abgeschlossen.

    Trotz der beachtlichen Grundfläche des Gebäudes werden zentrale Funktionen so platziert sein, dass die Mitarbeiter ihre Arbeitsbereiche und Einsatzorte schnell erreichen. Sollte der Betrieb eines Tages an seine Kapazitätsgrenzen stoßen, ist eine modulare Erweiterung möglich. Neuen Anforderungen kann somit flexibel und schnell begegnet werden.

    Der Einfall von Tageslicht und eine attraktive farbliche Innenraumgestaltung spielen bei der Planung des Baus eine besondere Rolle. Farblich lehnt sich dieser in den Farben grau und weiß an das Hochregallager an. Der Neubau wird 108 Meter lang und 103 Meter breit und von einem schwingenden Dach gekrönt sein. So fügt sich die architektonische Gestaltung positiv in den Standort und in das Stadtbild ein.

  • Pharma-Wirkstoffbetrieb

    Architekten: Heene, Pröbst & Partner, Ludwigshafen
    Baujahr: 1999 - 2003

    Der neue Pharma-Wirkstoffbetrieb von Boehringer Ingelheim, mit 180 Millionen Euro eine der größten Einzelinvestitionen der Unternehmensgeschichte, wurde im März 2002 auf dem Werksgelände in Ingelheim eingeweiht. Die 49 Meter hohe Anlage mit zehn Synthesetrakten entspricht dem neuesten Stand der Technik.

    Der Bau erstreckt sich über eine Baufeldgröße von 125 mal 93 Metern und gliedert sich in sieben einzelne Bauteile. Die Deckenbereiche sind flexibel nutzbar, so dass großflächige Umbauten jederzeit ohne Eingriffe in die Gesamtstabilität möglich sind. Durch die zahlreichen und groß geschnittenen Fenster an nahezu jeder Ecke dringt viel Licht in das sechsstöckige Gebäude. Die komplette Lüftungsanlage verläuft außen am Gebäude und ermöglicht die separate Versorgung mit Frischluft für die einzelnen Trakte.

  • Pradaxa®-Betrieb

    Architekten: Heene, Pröbst & Partner, Ludwigshafen
    Baujahr: 2007 - 2009

    Im Mai 2009 wurde der neue Pradaxa®-Betrieb am Standort Ingelheim eingeweiht; mit einem Gesamtbudget von 64 Millionen Euro zählt das Projekt zu den größten Einzelinvestitionen, die Boehringer Ingelheim je an seinem Stammsitz getätigt hat. Drei Jahre dauerten Planung, Entkernung und Ausbau des Bauwerks sowie die Montage der neuen Anlagen; rund 125.000 Ingenieursstunden flossen in das Mammutprojekt. Etwa 950 Tonnen Beton und 330 Tonnen Stahl wurden im Pradaxa®-Betrieb verbaut.

    In drei aufwändigen Prozessschritten und mithilfe modernster Technologien werden hier Wirkstoffpellets für den oralen Thrombinhemmer Dabigatranetexilat hergestellt. Mit einer Fläche von 6.700 Quadratmetern ist der Pradaxa®-Betrieb Heimstätte für rund 60 Mitarbeiter. Das Herzstück des Gebäudes bildet ein hochmoderner Wirbelschichtcoater, der sich über drei Stockwerke erstreckt und in dem so genannte Starterpellets mit einer genau definierten Menge an Wirkstoff besprüht werden.

    Ausgehend vom Gebäudebestand wurde die Grundstruktur der Fassadengestaltung, horizontale Fensterbänder an der Ost- und Westseite, beibehalten und durch die Metallfassade mit horizontal wirkenden Formaten weiterentwickelt. Das zur Aufnahme der lüftungstechnischen Zentralfunktionen notwendige Gebäudevolumen wurde in einem technisch wirkenden Aufbau mit prägnanter Linienführung auf das ursprüngliche Flachdach aufgesetzt. Die vor die ursprüngliche Ostfassade platzierten Lüftungstürme stellen die ver- und entsorgungstechnische Verbindung zu den Produktionsebenen dar.

    Im Erdgeschoss wurde an der Ostseite ein horizontal wirkender Gebäuderiegel im Kontrast zu den Lüftungstürmen für Wareneingangs- und Warenausgangsfunktionen platziert und mit seinen Logistikelementen strukturell und farblich abgesetzt. Die Gebäudesüdseite zeigt noch den Gebäudebestand, der für eine bauliche Erweiterung dieses Betriebes vorgesehen ist. Aus sicherheitstechnischen Gründen sind einige Fluchtbalkone mit der außen liegenden Fluchttreppe verbunden. Insgesamt verdeutlicht die architektonische Gestaltung die ursprünglich vorhandene Gebäudestruktur und ihre Funktionsinhalte sowie die Vertikalität der Produktionsabläufe.

  • Respimat-Gebäude

    Architekt: Immo Fay, Bingen
    Baujahr: 1998 - 1999

    Die Grundsteinlegung für ein eigenes Respimat®-Gebäude erfolgte 1998, da sicher gestellt werden musste, dass die wässrigen Lösungen zur Inhalation steril bleiben. Dies bedeutete, dass das gesamte Gebäude zur aseptischen Herstellung für sterile Produkte ausgelegt sein muss. Der Einsatz neuester Technologien und Maschinen unter antiseptischen Bedingungen ist komplex und schwierig.

    Die Produktionsstätte für den Respimat®, einen treibgasfreien Zerstäuber für Atemwegsmedikamente, wurde 1999 fertig gestellt. Mittlerweile ist das Respimat®-Gebäude zu einem ausgesprochenen Vorzeigebetrieb gereift.

  • Sicherheitszentrale

    Architekt: Kirstein-Rischmann Architekten und Ingenieurbüro, Mainz
    Baujahr: 2005 - 2007

    Am Standort Ingelheim wurde im Juni 2007 eine neue Sicherheitszentrale eingeweiht. In den Gebäudekomplex, der die Einheiten Werkfeuerwehr, Werkschutz, Leitstelle und Krisenstabzentrum vereint, hat das Unternehmen 11,9 Millionen Euro investiert.

    Die neue Sicherheitszentrale bietet auf 5.400 m² Nutzfläche Raum für Büros, Werkstätten, Sozialräume, Fahrzeughallen, Lager- und Technikräume. Insgesamt haben 34 Mitarbeiter von Werkfeuerwehr und Werkschutz sowie 42 nebenberufliche Feuerwehrleute in dem Gebäudekomplex ihren Arbeitsplatz.

    Die gemeinsame Sicherheitszentrale trägt entscheidend dazu bei, die Leistungsfähigkeit der Bereiche Werkfeuerwehr und Werkschutz zu verbessern.