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1885 – 1948: Innovative Anfänge

Albert Boehringer (1861 – 1939) war der Enkel von Christian Friedrich Boehringer (1791 – 1867). Dieser hatte ein Familienunternehmen mit seinem Partner Christian Gotthold Engelmann (1787 – 1841) 1817 in Stuttgart gegründet.

1885 erwirbt Albert eine kleine Weinsteinfabrik im rheinhessischen Nieder-Ingelheim, die am 31. Juli im Handelsregister eingetragen wird als „Albert Böhringer, chem. Fabrik vom 1. Aug. 1885 ab“. Er legt damit den Grundstein für das heutige Unternehmen Boehringer Ingelheim. Anfangs beläuft sich die Belegschaft auf etwa 28 Mitarbeiter, die Salze der Weinsäure für Apotheken und Färbereien herstellen. Die Nachfrage nach diesem Produkt steigt in den ersten Jahren rasant an, als Brauselimonade und Backpulver populär werden.

1893 macht Boehringer die bahnbrechende Entdeckung, dass Milchsäure mit Hilfe von Bakterien in großen Mengen hergestellt werden kann - so wurde das Unternehmen zum Pionier der "biotechnischen" Herstellung in großem Maßstab. Dieses neue Verfahren, zusammen mit der erheblichen Nachfrage nach Milchsäure von Seiten der Färbereien, der Leder-, Textil- und Lebensmittelindustrie, macht das Unternehmen zum führenden Hersteller.
Beim Tode von Albert Boehringer 1939 hat das Unternehmen eine Belegschaft von 1.500 Mitarbeitern. Seine beiden Söhne Albert jr. und Ernst Boehringer sowie sein Schwiegersohn Julius Liebrecht übernehmen das Familienunternehmen. Sie gehören bereits seit den 20er Jahren zur Firmenleitung.

Forschung und Entwicklung gehen auch während des Zweiten Weltkrieges weiter; jedoch wird die Produktion organischer Säuren (Weinsäure, Milchsäure, Zitronensäure) vorübergehend eingestellt. Während des Krieges und danach wird eine Reihe neuer Präparate eingeführt.

Meilensteine dieses Zeitabschnittes

Historienfilm

Unsere Zukunft hat Geschichte
(4 Minuten Kurzfassung)

(FLV)