Werte schaffen durch Innovation23 August 2016
23. September 2014

Boehringer Ingelheim: Klare Vorgaben zur Kosteneinsparung

Details zum Projekt „Journey“ wurden den Mitarbeitern vorgestellt

Prof. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Boehringer Ingelheim GmbH

Prof. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Boehringer Ingelheim GmbH

Ingelheim, Germany 23. September 2014 Boehringer Ingelheim reagiert auf das sich verändernde Wettbewerbs- und Marktumfeld mit einer nachhaltigen Verringerung der Kosten am Standort Deutschland. Dies wird sich auch auf die Zahl der Arbeitsplätze auswirken: das Einsparvolumen von insgesamt rund 450 Mill Euro umfasst die Reduktion von 500 bis 600 Stellen bis Ende 2016. Diese konkreten Zahlen nannte die Unternehmensleitung bei einer Mitarbeiterveranstaltung am 23. September in Ingelheim. Prof. Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der Unternehmensleitung der Boehringer Ingelheim GmbH und Stefan Rinn, Landesleiter Deutschland, stellten den Mitarbeitern die Details des Kostenreduzierungsprojektes „Journey“ vor.

Diese umfasst:
15 Prozent der Kosten in Deutschland, das sind 450 Millionen Euro, sollen in den kommenden beiden Jahren eingespart werden; davon 2015 bereits ein großer Teil, bis Ende 2016 die Gesamtsumme. Ein Teil der Einsparungen wird durch globale Funktionen an Standorten außerhalb Deutschlands eingebracht. Ein weiterer Einsparungsbeitrag wird aus Stelleneinsparungen in der Größenordnung von 500 bis 600 Stellen erbracht werden, die über den gleichen Zeitraum erzielt werden sollen.

Stefan Rinn, Landesleiter Deutschland

Stefan Rinn, Landesleiter Deutschland

Andreas Barner bekräftigte die Absicht, dies ohne betriebsbedingte Kündigungen erreichen zu wollen. Als Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen, wurden die natürliche Fluktuation, bereits vereinbarte Pensionierungen sowie das Auslaufen befristeter Verträge genannt. Genaueres könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen; hierüber werde beginnend  mit dem 23. September mit den Arbeitnehmervertretern gesprochen. „Wir wollen die Themen zügig, aber auch mit der nötigen Sorgfalt erörtern und zu einem gemeinsamen Ergebnis kommen. Es wäre gut, wenn es möglich wäre, die Verhandlungen im November abzuschließen“, erläuterte Stefan Rinn. Parallel zu den Verhandlungen werden die einzelnen Betriebsratsgremien über die geplanten Veränderungen im Detail  informiert. Erst nach diesem Schritt können die Planungen auch in den betroffenen Bereichen und Abteilungen besprochen werden.

„Wir wissen, dass es für betroffene Mitarbeiter eine schwierige Situation ist. Wir wollen die Veränderungen und den Stellenabbau im Einklang mit unserer Kultur und unseren Werten umsetzen“, betonte Andreas Barner. Stefan Rinn erläuterte, dass befristet angestellte Mitarbeiter rechtzeitig über ihren Vorgesetzten angesprochen werden sollen.

Der Anspruch, auch in Deutschland Kosten nachhaltig zu senken, gilt für alle Unternehmensteile, auch für die Produktion sowie die Biopharmazeutische Herstellung. Momentan liegt der primäre Fokus in diesen Bereichen allerdings auf anderen Themen. Wegen des FDA Warning Letters war in letzter Zeit in der Produktion eine große Zahl von Mitarbeitern, zum Teil befristet, eingestellt worden, um die Produktions-Themen zu bearbeiten.

Die Biopharmazie steht vor der erfreulichen Situation, dass sich der Bedarf an biopharmazeutischen Produkten aufgrund der positiven Entwicklung der unternehmenseigenen Pipeline und durch wachsendes Auftragskundengeschäft weiter erhöht.

Ein stark geändertes Marktumfeld mit  zum Teil drastischen Veränderungen in den Märkten ist ursächlich für den Handlungsdruck bei Boehringer Ingelheim. Insbesondere in den USA, für Boehringer Ingelheim mit Abstand wichtigster Einzelmarkt, sehe man sich mit Rabatten in noch nicht dagewesener Größenordnung konfrontiert. Aber auch Kostendämpfungsmaßnahmen in  den Gesundheitssystemen anderer Länder wirkten sich immer stärker aus. In Deutschland wurde dies zuletzt bei der Einordnung auf Generikapreisniveau und daraus resultierender Nichteinführung des neuen Diabetesmittels Trajenta® überdeutlich. Boehringer Ingelheim müsse für die Zukunft die passenden Antworten auf diese Veränderungen erarbeiten. Hier sehe er gute Chancen für das Unternehmen langfristig, wenn der Umbau nun gelänge. Es habe noch nie eine so große Zahl an Neueinführungen international gegeben, wie dies derzeit und in den kommenden 1 bis 2 Jahren der Fall sein werde, erklärte Andreas Barner.

Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmaunternehmen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 142 verbundenen Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 47.400 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Medikamente mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.
 
Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten wie zum Beispiel der Initiative „Making More Health“ ebenso wie der sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.

Im Jahr 2013 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Umsatzerlöse von rund 14,1 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung entsprechen 19,5 Prozent der Umsatzerlöse.

 

Kontakt

  • Philipp Baum
    Boehringer Ingelheim

    Corporate Communications
    Philipp Baum
    55216 Ingelheim
    GERMANY