Werte schaffen durch Innovation19 May 2013
26. April 2012

Linagliptin: Boehringer Ingelheim beendet aktuelle Preisverhandlungen mit GKV-Spitzenverband

Ingelheim und Bad Homburg, 26. April 2012 – Boehringer Ingelheim beendet die aktuellen Preisverhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband zu Trajenta® (Linagliptin). Ein Erstattungspreis auf dem Niveau der generischen Vergleichstherapie der Sulfonylharnstoffe im niedrigen zweistelligen Centbereich (Tagestherapiekosten) ist für das Unternehmen nicht akzeptabel. Boehringer Ingelheim hatte für Trajenta® in Deutschland einen Herstellerabgabepreis in Höhe von 1,20 Euro Tagestherapiekosten nach Abzug des Zwangsrabattes vorgesehen. Der europäische Durchschnittspreis liegt bei 1,27 Euro Tagestherapiekosten. Mit der vorzeitigen Beendigung der Preisverhandlungen wird Trajenta® offiziell aus dem Handel genommen.

Dr. Engelbert Günster, Landesleiter Deutschland, Boehringer Ingelheim

Dr. Engelbert Günster, Landesleiter Deutschland, Boehringer Ingelheim

Boehringer Ingelheim und Lilly, Partner in einer weltweiten Diabetes-Allianz, bedauern, dass ein neuer Wirkstoff wie Linagliptin zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu einem angemessenen Preis, der dieser Innovation gerecht werden würde, auf den deutschen Markt gebracht werden kann. "Leider haben sich nun unsere Befürchtungen, die wir bereits zu Beginn des AMNOG-Prozesses hatten, als die Vergleichssubstanz benannt wurde, bestätigt. Einen Preis auf Generika-Niveau der Sulfonylharnstoffe im niedrigen zweistelligen Centbereich können wir als forschendes Arzneimittelunternehmen für ein innovatives Medikament nicht akzeptieren", sagt Dr. Engelbert Günster, Landesleiter Deutschland, Boehringer Ingelheim. "Wir fordern eine erneute und sachgerechte Nutzenbewertung und streben zudem eine juristische Klärung wichtiger Prozessfragen an." Bis zu einer Einigung über einen akzeptablen Erstattungsbetrag ist Linagliptin für Patienten in Deutschland daher weiterhin nicht verfügbar.

Trajenta® ist weltweit in vielen Ländern zugelassen. In Europa haben die nationalen Gesundheitsbehörden entweder einen Preis auf dem Niveau von DPP-4-Inhibitoren genehmigt oder auf den Trajenta®-Preis in anderen europäischen Ländern verwiesen. In keinem Fall wurde auf Preise von Sulfonylharnstoffen referenziert. In Deutschland dagegen soll der Preis auf dem sehr viel niedrigeren Niveau der generischen Sulfonylharnstoffe liegen.

Jeremy Morgan, Geschäftsführer der Lilly Deutschland GmbH

Jeremy Morgan, Geschäftsführer der Lilly Deutschland GmbH

"Wir verstehen, dass die frühe Nutzenbewertung zum jetzigen Zeitpunkt ein lernendes System ist, in dem sich alle Beteiligten auf Kriterien einigen müssen, die zum einen die Finanzierbarkeit des Systems und zum anderen eine medizinische Versorgung der Patienten auf hohem Niveau gewährleisten", sagt Jeremy Morgan, Geschäftsführer der Lilly Deutschland GmbH. "Der derzeitige Umgang mit dem AMNOG sowie die Gestaltung der Preisfindung könnte jedoch die Versorgung mit innovativen Arzneimitteln in Deutschland dauerhaft gefährden. Zum Wohle der Patienten fordern wir daher eine rasche Neubewertung der vorhandenen Daten."

Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company
Im Januar 2011 gaben Boehringer Ingelheim und Eli Lilly and Company ihre Zusammenarbeit in der Diabetesversorgung bekannt, die sich auf vier Wirkstoffe in der Entwicklungs-Pipeline konzentriert, die verschiedenen vielversprechenden Substanzklassen angehören. In dieser Allianz lassen sich die Stärken der beiden Unternehmen als zwei der weltweit führenden pharmazeutischen Unternehmen durch Kombination der soliden Erfolgsbilanz bei forschungsgeleiteten Innovationen von Boehringer Ingelheim und der innovativen Forschung, Erfahrung und Vorreiterrolle von Lilly auf dem Diabetessektor gezielt einsetzen. Durch diese Zusammenarbeit verdeutlichen die beiden Unternehmen ihr erklärtes Ziel, die Angebotspalette für Menschen mit Diabetes zu erweitern und sich gemeinsam auf die Bedürfnisse der Patienten zu konzentrieren. Weitere Informationen zu dieser Allianz erhalten Sie unter www.boehringer-ingelheim.com oder www.lilly.com.

Boehringer Ingelheim

Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmaunternehmen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 44.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Medikamente mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.

Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.

Im Jahr 2011 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Umsatzerlöse von rund 13,2 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung im Geschäftsfeld der verschreibungspflichtigen Medikamente entsprechen 23,5 Prozent der dort erzielten Umsatzerlöse.

Über Lilly
Eli Lilly and Company ist eines der weltweit führenden pharmazeutischen Unternehmen und setzt auf Forschung und Innovation. Die Kernbereiche des Unternehmens sind Endokrinologie, Onkologie, Psychiatrie/Neurologie, Urologie, Kardiologie und Intensivmedizin. In eigenen Forschungszentren und in Zusammenarbeit mit internationalen Forschungsorganisationen entwickelt Lilly neue Behandlungsansätze und Technologien, die dazu beitragen, die Gesundheit und Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Dank intensiver wissenschaftlicher Forschung gehören die meisten Lilly-Medikamente zu den führenden ihrer Klasse. Eli Lilly and Company hat seinen Hauptsitz in Indianapolis, USA, und beschäftigt weltweit rund 40.000 Mitarbeiter in 143 Ländern. In Deutschland ist Lilly seit 1960 vertreten und beschäftigt heute etwa 1.000 Mitarbeiter.

Lilly gibt Antworten – in Form von Arzneimitteln, Informationen und Aufklärung – auf einige der dringlichsten Fragen in der Medizin.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.lilly-pharma.de oder www.lilly-diabetes.de.

Presse Kontakt

  • Arnd Prilipp
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