Dr Reinhard Malin
Boehringer Ingelheim
Nach großen Erfolgen in 2011 gibt die Initiative "1 Mission 1 Million – Herzenssache Schlaganfall" beim World Cardiology Congress (WCC) in Dubai neue Pläne bekannt
Ingelheim, 26. April 2012 – Auf dem WCC in Dubai hat "1 Mission 1 Million – Herzenssache Schlaganfall" Pläne zum Start einer spannenden neuen Phase der Initiative bekannt gegeben. Der Sponsor der Kampagne, Boehringer Ingelheim, wird sich in Zusammenarbeit mit AntiCoagulation Europe (ACE), der Atrial Fibrillation Association (AFA), der Stroke Alliance for Europe (SAFE) und der World Heart Federation (WHF) weiter dafür einsetzen, das Bewusstsein für die Erkrankung Vorhofflimmern und das damit verbundene Schlaganfallrisiko zu erhöhen. Im Mittelpunkt der gobalen Initiative steht das Engagement von Betroffenen, Angehörigen, Betreuungs- und Fachpersonal. Im Jahr 2012 will die Kampagne erneut weltweit Projekte unterstützen, die dabei helfen, Vorhofflimmern-bedingte Schlaganfälle zu vermeiden.
"Das Jahr 2012 birgt mehr Chancen für diejenigen, die Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen vorbeugen wollen", erklärte Dr. Kathryn Taubert, Senior Science Officer der World Heart Federation. "Vielen Menschen ist das erhöhte Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern nicht bewusst, obwohl die Erkrankung zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen gehört.1 Die World Heart Federation ist stolz darauf, 1 Mission 1 Million zu unterstützen, eine Initiative, die das Bewusstsein für dieses Thema weiter erhöht und positive Auswirkungen für Betroffene mit Vorhofflimmern hat."
Drei Millionen Menschen weltweit erleiden jedes Jahr einen Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfall, umgerechnet also ein Patient alle zehn Sekunden.2,3,4,5 Jeder Vierte im Alter von 40 Jahren oder älter erkrankt im Laufe seines Lebens an Vorhofflimmern, der weltweit häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörung.1,6 Hinzu kommt, dass durch Vorhofflimmern bedingte Schlaganfälle schwerwiegender sind und mit mehr Beeinträchtigungen einhergehen als Schlaganfälle, die nicht durch Vorhofflimmern ausgelöst werden.7,8
Im Rahmen der weltweiten Herz-Rhythmus-Woche vom 21. bis 27. Mai 2012 wird 1 Mission 1 Million weitere Einzelheiten über die Pläne zur Förderung von Arbeit im Bereich Vorhofflimmern bekannt geben sowie über zusätzlich geplante Aktivitäten informieren, die später in diesem Jahr stattfinden. 1 Mission 1 Million will die Unterstützung von internationalen Projekten zur verbesserten Prävention von Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen fortsetzen und arbeitet mit Unterstützern der Kampagne an der Umsetzung für das Jahr 2012. Zudem will 1 Mission 1 Million Patienten, Pflegenden und Interessierten eine Plattform bieten, um ihre Geschichten zu erzählen und so Andere zu inspirieren, einen eigenen Beitrag zur Verhinderung von Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen zu leisten. Als weiteres Element ist eine Petition geplant, die Menschen rund um den Globus zusammenbringt um Initiativen zu unterstützen, die zu den Zielen von 1 Mission 1 Million beitragen.
"1 Mission 1 Million hat durch die finanzielle Unterstützung von Projekten zur Prävention von Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen bereits sehr viel bewirkt und möglicherweise viele Leben gerettet", so Trudie Lobban, Chief Executive Officer der Atrial Fibrillation Association. "2012 ist ein weiteres spannendes Jahr für die Initiative, da noch weiter reichende Maßnahmen geplant sind, um sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene zu Aktivitäten zu ermutigen. Interessierte werden sich auf vielfältige Weise einbringen können, um dafür zu sorgen, dass die Vorbeugung von Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen auf der ganzen Welt anerkannt und erfolgreich umgesetzt werden kann."
32 erfolgreiche "1 Mission 1 Million"-Gewinnerprojekte werden derzeit in 18 verschiedenen Ländern umgesetzt, um Schlaganfälle infolge von Vorhofflimmern zu vermeiden. Diese Projekte haben 2011 einen Teil des Förderpreises in Höhe von insgesamt 1 Million Euro erhalten und berichten regelmäßig über ihre Fortschritte. Ausgehend von diesen ausführlichen Berichten schätzen wir, dass bereits mehr als 200.000 Menschen von der kontinuierlichen Arbeit zur Vorbeugung von Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen profitieren. Diese reicht von kostenlosen EKG-Überwachungen über Radio- und Fernsehübertragungen bis hin zu groß angelegten Aufklärungsveranstaltungen.
Damit in diesem Jahr noch mehr Menschen davon profitieren, möchten wir Jeden, der im Bereich Vorhofflimmern arbeitet, davon betroffen ist oder einfach nur Interesse an dem Thema hat, aufrufen, sich für 1 Mission 1 Million zu engagieren. Bitte wenden Sie sich an die Organisatoren der Kampagne, um sich unserer Mission anzuschließen: kontakt@herzenssache-schlaganfall.de.
Weitere Informationen zu 1 Mission 1 Million bzw. über Vorhofflimmern-bedingte Schlaganfälle finden Sie unter www.herzenssache-schlaganfall.de
Vorhofflimmern
Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung weltweit: Bei circa 25 Prozent aller Menschen ab 40 Jahren kommt es im Laufe ihres Lebens zu Vorhofflimmern.1,6 Vorhofflimmern ist gekennzeichnet durch einen unregelmäßigen Herzschlag, häufig mit einer zu schnellen oder zu langsamen Herzfrequenz.9 Menschen mit Vorhofflimmern haben ein bis zu fünffach erhöhtes Schlaganfallrisiko im Vergleich zu Menschen ohne Vorhofflimmern.10 Durch Vorhofflimmern-bedingte Schlaganfälle sind tendenziell schwerwiegender als andere Schlaganfälle und gehen häufig mit einem stärkeren Behinderungsgrad einher.7,8 Viele durch Vorhofflimmern bedingte Schlaganfälle könnten vermieden werden, aber viele Menschen sind sich ihres Risikos nicht bewusst und unternehmen keine aktiven Schritte zur Schlaganfallprävention.11
1 Mission 1 Million
1 Mission 1 Million – Herzenssache Schlaganfall (Getting to the Heart of Stroke) ist eine globale Aufklärungsinitiative, die von führenden Gesundheitsexperten und mehr als 40 medizinischen Fachgesellschaften und Patientenorganisationen unterstützt wird, darunter AntiCoagulation Europe, die Atrial Fibrillation Association, die Stroke Alliance for Europe (SAFE) und die World Heart Federation, Sponsor der Initiative ist Boehringer Ingelheim.
2011 gaben zwei Millionen Menschen online ihre Stimme für 184 1 Mission 1 Million Projekte ab, die von Individuen, Patientenorganisationen, medizinischen Institutionen und Gesundheitszentren aus 36 Ländern eingereicht worden waren. Jede Einreichung schlug einen Ansatz vor, um das Bewusstsein für Vorhofflimmern-bedingte Schlaganfälle innerhalb der Gemeinschaft zu erhöhen, sei es durch Forschung, Screeningprogramme oder die Gründung von Patientengruppen. 1 Mission 1 Million vergab 1 Million Euro an Förderpreisen an 32 Gewinnerprojekte in 18 verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt, von Malaysia bis Kanada.
Dieses Jahr wird 1 Mission 1 Million auf den Erfolgen aus 2011 aufbauen um eine noch größere Initiative aufzubauen, die weltweit noch mehr Menschen erreicht. 1 Mission 1 Million will die Unterstützung von internationalen Projekten zur verbesserten Prävention von Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen fortsetzen. Zudem will 1 Mission 1 Million Patienten, Pflegenden und Interessierten eine Plattform bieten, um ihre Geschichten zu erzählen und so Andere zu inspirieren, einen eigenen Beitrag zur Verhinderung von Vorhofflimmern-bedingten Schlaganfällen zu leisten. Als weiteres Element ist eine Petition geplant, die Menschen rund um den Globus zusammenbringt um Initiativen zu unterstützen, die zu den Zielen von 1 Mission 1 Million beitragen.
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmaunternehmen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 44.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Medikamente mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.
Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.
Im Jahr 2011 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Umsatzerlöse von rund 13,2 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung im Geschäftsfeld der verschreibungspflichtigen Medikamente entsprechen 23,5 Prozent der dort erzielten Umsatzerlöse.
Referenzen
1Stewart S, et al. Cost of an emerging epidemic: an economic analysis of atrial fibrillation in the UK. Heart 2004; 90:286-92
2Atlas of Heart Disease and Stroke, World Health Organization, September 2004. Viewed March 2011 at http://www.who.int/cardiovascular_diseases/en/cvd_atlas_15_burden_stroke.pdf
3Global Atlas on cardiovascular disease prevention and control. Viewed April 2012 at http://www.world-heart-federation.org/publications/reports/global-atlas-on-cvd/
4Wolf PA, Abbott RD, Kannel WB. Atrial fibrillation as an independent risk factor for stroke: the Framingham Study. Stroke 1991; 22(8);983-8.
5Marini C, et al. Contribution of atrial fibrillation to incidence and outcome of ischaemic stroke: results from a population-based study. Stroke 2005; 36:1115-9.
6Lloyd-Jones DM, et al. Lifetime risk for development of atrial fibrillation: the Framingham Heart Study. Circulation 2004; 110:1042-6.
7Lin HJ, et al. Stroke severity in atrial fibrillation: the Framingham study. Stroke 1996; 27:1760-4.
8Kelly-Hayes M, et al. The influence of gender and age on disability following ischemic stroke: The Framingham Study. J Stroke Carebrovasc Dis 2003; 12:119-26.
9Goodacre S, et al. ABC of clinical electrocardiography. Atrial arrhythmias. Br Med J 2002; 324:594-7.
10Kannel WB, et al. Status of the epidemiology of atrial fibrillation. Med Clin North Am 2008; 92:17-40.
11Hart GR, et al. Meta-analysis: Antithrombotic therapy to prevent stroke in patients who have nonvalvular atrial fibrillation. Ann Intern Med 2007; 146:857-67.