Julia Meyer-Kleinmann
Corporate Communications
Boehringer Ingelheim GmbH
Ingelheim, Dresden 3. Februar 2012 – Boehringer Ingelheim, GWT und die Medizinische Fakultät der TU Dresden haben einen Forschungskooperationsvertrag unterzeichnet, um neue Erkenntnisse zu den Ursachen von Diabetes zu gewinnen. Dabei soll auch der Zusammenhang zwischen erhöhtem Blutzucker, dem Hauptmerkmal von Diabetes, und den mit der Krankheit einhergehenden schweren Komplikationen, die viele organische Funktionen beeinträchtigen können, erforscht werden.
Im Rahmen dieser Partnerschaft werden Boehringer Ingelheim, GWT und die TU Dresden gemeinsam daran arbeiten, das Wissen über Diabetes zu erweitern, um die Erforschung und Entwicklung innovativer Therapien zu erleichtern, die eine effektivere Behandlung des Diabetes und seiner Komplikationen ermöglichen. Mit dieser fünfjährigen Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universität verstärkt Boehringer Ingelheim weiter seine Bemühungen, grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse in eine effektivere Behandlung von Humanerkrankungen umzusetzen.
Die Partner haben dabei zunächst sechs Forschungsprojekte vereinbart, die präklinische Erkenntnisse aus dem Labor oder Beobachtungen aus dem klinischen Alltag mit den entsprechenden klinischen Situationen von Patienten verbinden. Diese Projekte umfassen zum Beispiel die Erforschung der Ursachen für die Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen sowie auch die Untersuchung von Zellen und Molekülen, die diabetische Komplikationen in Organen wie beispielsweise dem Auge (diabetische Retinopathie), was zur Erblindung führen kann – der Niere (Nephropathie), dem Nervensystem (Neuropathie) oder der Haut (Ulzerationen) auslösen. Die Ergebnisse dieser Studien können dazu beitragen, neue Wirkstoffe für die klinische Anwendung zu entwickeln bzw. besser zu verstehen, wie Wirkstoffkandidaten in klinischen Studien mit Biomarkern getestet werden können, so dass sie letztlich bestmöglich bei all jenen Patienten verwendet werden können, die mit großer Wahrscheinlichkeit am besten von diesen neuen Medikamenten profitieren.
„Über die Zusammenarbeit mit den herausragenden Wissenschaftlern der TU Dresden in diesem wichtigen Bereich, in dem ein großer medizinischer Bedarf besteht, freuen wir uns sehr“, so Professor Wolfgang Rettig, Senior Vice President Research bei Boehringer Ingelheim. „Diese Forschungskooperation baut auf den exzellenten gemeinsamen Erfahrungen unserer bisherigen Zusammenarbeit mit der TU Dresden auf.“
„Unsere Partnerschaft zwischen Boehringer Ingelheim und der TU Dresden ist die perfekte Symbiose zwischen Universität und Industrie und der ideale Wegbereiter für den Translationsprozess vom Labor zum Patienten“, so Professor Stefan Bornstein, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden.
Medizinische Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Die Medizinische Klinik und Poliklinik III des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus unter Leitung von Professor Dr. Stefan R. Bornstein gehört mit jährlich 30.000 Patienten zu den führenden Diabeteszentren Deutschlands. Sie hat das bundesweit zurzeit einzige aktive Inselzelltransplantations-Programm und den europaweit ersten Lehrstuhl zur Prävention des Diabetes. Im Forschungsverbund mit dem Paul-Langerhans-Institut am Dresdner Uniklinikum – einem der Partnerstandorte des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) – sind die Dresdner neuen Therapieansätzen auf der Spur. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.uniklinikum-dresden.de/mk3
Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 42.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.
Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.
Im Jahr 2010 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von rund 12,6 Mrd. Euro. Fast 24 Prozent der Umsätze aus dem größten Segment verschreibungspflichtige Arzneimittel investierte das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente. Informationen zum Jahresabschluss des Unternehmens für das Jahr 2011 sind Ende April 2012 verfügbar.
GWT
Die GWT-TUD ist ein Unternehmen der TUDAG-Gruppe, der Technische Universität Dresden AG. Das Unternehmen ist ein Dienstleistungsunternehmen auf dem Gebiet des Wissens- und Technologietransfers und übernimmt die Lösung konkreter Probleme und Fragestellungen aus der Forschung und Entwicklung für Kunden aus der Industrie.
Durch die temporäre Nutzung leistungsfähiger sowie interdisziplinärer Forscherteams der GWT können die wissenschaftlichen Teams der Kunden unterstützt werden sowie die Innovationsprojekte umfangreicher konzipiert werden ohne, dass eigene Personalkapazitäten aufgestockt werden müssen. Mit über 1.000 Einzelprojekten und einer Gesamtleistung von über 18 Millionen Euro zählt die GWT-TUD GmbH zu den führenden Organisationen im Bereich Wissens- und Technologietransfers in Deutschland.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gwtonline.de
Konrad Kästner M.A.
Referent Öffentlichkeitsarbeit und Marketing
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Dekanat
01062 Dresden
Tel.: +49 (351) 458-5486
Fax: +49 (351) 449 210 506
E-Mail: konrad.kaestner@tu-dresden.de