Heidrun Thoma
Leiterin Unternehmenskommunikation
Boehringer Ingelheim GmbH
Gelände unter der Landesstraße L 419 wird nach dem aktuellen Stand der Technik saniert/Erste Pläne werden mit Behörden erörtert
Ingelheim, 1. März 2012 - Nach der Schließung der Bauschuttdeponie Ingelheim, die in Kürze mit der Begrünung und Bepflanzung der neuen Oberflächenabdeckung fortgesetzt wird, plant Boehringer Ingelheim im nächsten Schritt die Sanierung von Altablagerungen an der Kreuzung Binger Straße/Landesstraße L 428. Am 19. März 2012 findet dazu auf Einladung der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd im Rathaus Ingelheim ein Planungstreffen statt, bei dem Vertreter der beteiligten Behörden mit dem Unternehmen erste Pläne für eine nachhaltige Sanierung des Gebietes erörtern.
„Wir wollen unser Bodensanierungsprogramm Schritt für Schritt umsetzen“, erläutert Andreas Geers, zuständiger Abteilungsleiter bei Boehringer Ingelheim für das Thema Bodensanierung. Zwar gebe es keine rechtliche Verpflichtung für diese jetzt angeschobenen Pläne, denn die Ablagerungen seien vorschriftsmäßig gesichert. „Aber heute haben wir andere technische Möglichkeiten zur Erkundung, Analyse und Beseitigung von Ablagerungen als früher, weshalb wir diesem Projekt jetzt eine hohe Priorität geben. Wir sind heute in der Lage die Grundwasserströmung aufgrund von Erkundungen darzustellen. Deshalb werden wir aktiv - und zwar rein vorsorglich“, betont Geers.
Im Bereich der Landesstraßen 428 und 419 befinden sich ehemalige Sand-, Kies- und Tongruben, die nach den damals üblichen und genehmigten Verfahrensweisen mit Abfällen aus der chemischen Entwicklung und Produktion in den 1940er und 1950er Jahren verfüllt wurden, zum Teil bis in die 70er Jahre hinein. Vor dem Neubau der Umgehungsstraße (Landesstraße 419) wurden bereits Altablagerungen entfernt. Wie seit längerem bekannt und von Boehringer Ingelheim im April des vergangenen Jahres bekannt gegeben, sind jedoch noch Reste der Ablagerungen (Chlorbenzole, Chlorphenole) vorhanden, von denen geringe Mengen im Grundwasser nachweisbar sind. Seit 1987 nimmt Boehringer Ingelheim deshalb das Grundwasser mithilfe von Brunnen auf, behandelt es in der Werkskläranlage und führt es gereinigt dem Oberflächenwasser zu.
Im Rahmen der jetzt geplanten umfassenden Bodensanierung sollen die restlichen Altablagerungen nun endgültig entfernt werden. Stimmen die Behörden dem dafür erforderlichen kompletten Bodenaustausch zu, werden eine zeitweise Verlegung der Landesstraße L 419 sowie eine verkehrssichere Lösung für den Radweg im betroffenen Bereich notwendig. Hierzu werden mehrere Varianten geprüft. „Wir wissen, dass dies ein umfangreiches Projekt sein wird, das von allen Beteiligten große Anstrengungen und von den Bürgern viel Verständnis erfordert“, betont Geers, „aber dies ist für einen nachhaltigen Erhalt der Umwelt erforderlich.“ Boehringer Ingelheim hat es sich zum Ziel gesetzt, vorsorglich sämtliche möglichen Verunreinigungen des Bodens zu erkunden und dauerhaft zu entfernen, wo immer dies technisch möglich ist. Dies entspricht den selbst gesetzten Verpflichtungen zu einem aktiven Umweltschutz an den Standorten. Das Unternehmen werde regelmäßig über den weiteren Fortgang der Sanierung informieren.
Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen Unternehmen vertreten und beschäftigt insgesamt mehr als 42.000 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.
Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten ebenso wie der sorgsame Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bilden dabei die Basis des Miteinanders. Bei allen Aktivitäten des Unternehmens stehen zudem der Schutz und Erhalt der Umwelt im Fokus.
Im Jahr 2010 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von rund 12,6 Mrd. Euro. Fast 24 Prozent der Umsätze aus dem größten Segment verschreibungspflichtige Arzneimittel investierte das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.
Aktuelle Informationen zu den Unternehmensergebnissen im Jahr 2011 stehen am 24. April 2012 zur Verfügung.