Strukturforschung bei Boehringer Ingelheim

Die Strukturforschung bei Boehringer Ingelheim unterstützt und beschleunigt die Wirkstofffindung im Pharma-Forschungsprozess. Hierzu werden Methoden verwendet und entwickelt, die die Interaktion zwischen einem Liganden (meist ein synthetisches, organisches Molekül, dem potenziellen Wirkstoff) und seinem Zielmolekül (generell ein Protein mit wichtigen pathophysiologischen Funktionen) beschreiben.

Die Strukturforschung vereinigt experimentelle und computergesteuerte Technologien, hierzu gehören Protein-Röntgen-Kristallographie, Kernspinresonanz Spektroskopie (NMR) sowie computergestütztes Wirkstoffdesign (CADD). Die Expression und Reinigung von Proteinen wird in einem eigenen Speziallabor (BELL) betrieben.

Die Kenntnisse über dreidimensionale Proteinstrukturen und die Wirkstoff-Protein-Interaktionen haben im Laufe der vergangenen 20 Jahre exponentiell zugenommen und wachsen weiterhin mit atemberaubender Geschwindigkeit. Vor allem die Genomprojekte und die daraus folgenden Forschungsprojekte werden in Zukunft eine umfassende Kenntnis von Mechanismen biologischer Prinzipien auf der Basis von dreidimensionalen Strukturen bereitstellen.

Unter den strukturell charakterisierten Proteinen befindet sich eine zunehmende Zahl biologisch relevanter Zielmoleküle (Targets). Kenntnis über deren dreidimensionale Strukturen bilden die rationelle Basis für die beschleunigte Leitstrukturoptimierung.