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Kooperationen mit externen Partnern
Die weltweite Forschungs- und Entwicklungsexpertise
von Boehringer Ingelheim wird durch ein Netzwerk von externen
Partnern ergänzt. Eine Reihe von Kooperationen mit akademischen
Instituten sowie Biotechnologie-Start-ups und anderen innovativen
Firmen erlaubt schnellen Zugriff auf State-of-the-Art-Technologien.
Die deutsche High-Throughput
Screening (HTS)-Gruppe erforscht
in Zusammenarbeit mit der Abteilung Biophysik der Universität
Ulm (Prof. Gerd Ulrich Nienhaus) neue Möglichkeiten
zur extremen Miniaturisierung von biologischen Testungen
im Rahmen der Einzelmolekülspektroskopie.
Ziel für Boehringer Ingelheim ist es dabei, bei großen
Testkampagnen Substanzen und Bioreagenzien einzusparen. In
einer weiteren Kooperation mit der Universität Ulm soll
die Anwendbarkeit von fluoreszenten Proteinen aus der Arbeitsgruppe
von Dr. Jörg Wiedenmann auf Wirkstofftestungen in Zellen
erprobt werden. Die HTS-Gruppe möchte sich auf diesem
Weg neue Möglichkeiten eröffnen, Wirkstoffkandidaten
auf zellulärem Niveau in breiterem Umfang zu charakterisieren.
Im Bereich der Naturstoffforschung besteht eine langjährige
Zusammenarbeit mit der CyBio Screening GmbH zur Bereitstellung
mikrobieller Naturstoffextrakte für das Screening. Darüber
hinaus werden in einer Kooperation mit den Universitäten
Tübingen und Newcastle auch Extrakte aus Mikroorganismen
marinen Ursprungs untersucht. Weiterhin arbeitet Boehringer
Ingelheim mit dem Shanghai Institute of Materia Medica eng
zusammen mit dem Ziel, Extrakte aus chinesischen Pflanzen
für die Suche nach Wirkstoffen zugänglich zu machen.
Auf dem Gebiet der Strukturforschung ist
Boehringer Ingelheim engagiert als Mitglied des MePNet
Konsortiums,
das sich mit der Hochdurchsatz-Expressionsklonierung, Expression
und Reinigung von humanen G-Protein gekoppelten
Rezeptoren (GPCRs) befasst. Das Ziel dieses Konsortiums ist
es, Kristalle von krankheitsrelevanten GPCRs zu generieren
und schließlich zu atomar aufgelösten dreidimensionalen
Strukturen dieser Rezeptoren zu gelangen. Die Strukturinformation
kann zu einer zielgerichteten chemischen Optimierung von
Rezeptorliganden genutzt werden (strukturbasiertes molekulares
Design).
Im Rahmen von Hochfeld-NMR-Untersuchungen auf dem Gebiet
der Nuklearen Hormon-Rezeptoren wird im Augenblick die Zuordnung
und Lösungsstruktur der Ligandbindedomäne eines
solchen Rezeptors in einer Kooperation mit der Universität
Regensburg bestimmt.
Boehringer Ingelheim arbeitet außerdem mit den Universitäten
Tübingen, Ulm und Greifswald zusammen, um aktuelle Forschungsergebnisse
für die kombinatorische
Chemie zu erschließen.
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)
und das Grundlagenforschungsinstitut von Boehringer Ingelheim,
das Institut für Molekulare Pathologie (IMP), sind
eine Kooperation eingegangen, um ein neues Institut für
Molekulare Biotechnologie (IMBA) zu etablieren. Diese Forschungsinitiative
soll eine Brücke schlagen
zwischen molekularer Grundlagenforschung und der spezifischen
Anwendung der Ergebnisse für die Medizin. |